Lukas Podolski hört auf - zumindest in der Nationalelf. Manche nennen ihn Maskottchen, aber er ist viel mehr. Außerdem: Es braucht kühle Köpfe, aber genauso wichtig sind Spaßvögel.

Das Bedauern ist groß, nachdem Lukas Podolski seinen Ausstieg aus der Nationalelf angekündigt hat. Oliver Bierhoff nennt ihn einen "leidenschaftlichen Fußballer und riesigen Sympathieträger". Und auch Joachim Löw sagt betrübt tschüss. Er lobt den Fußballer für seine Verlässlichkeit und seine Lockerheit.

Podolski war bei der EM keine Leistungskanone. Aber für die Stimmung war er wichtig - und die entscheidet über den Erfolg eines Teams mit. Wenn es lustig ist, ist es einfach netter zu arbeiten.

"Menschen wie Lukas Podolski bringen Feuer, die bringen Emotionen mit rein. Der Mensch funktioniert nicht ohne Emotionen. Genauso wie er nicht ohne technische und sachliche Kompetenzen funktioniert. Man braucht immer beides."

Ein Team funktioniert, wenn es beides hat: Spaßvögel und eher kühle Köpfe. Das heißt, für Podolski braucht es einen Nachfolger in der Nationalelf. Das könnte schwierig werden, denn Spaßvogel sein, ist nicht einfach. Man muss auch einiges wegstecken können. Podolski wird von vielen als Maskottchen bezeichnet. Das ist unfair. Nach Miroslaw Klose und Gerd Müller hat Podolski die meisten Tore für Deutschland gemacht: 48 waren es.