Happy Birthday, liebe Rolltreppe! Vor 125 Jahren ist die erste ihrer Art an den Start gegangen. Gibt's bei der Erfindung noch Luft nach oben?

In New York wurde damals, am 16. Januar 1863, angeblich das erste Exemplar in Betrieb genommen. Damit sich die Leute trauten mit dem Gerät zu fahren, gab es für die mutigen Nutzer Schnaps oder Blumen. Heute gibt es die vermutlich längste Rolltreppe, mit 137 Metern, in St. Petersburg. Die wahrscheinlich kürzeste, mit 87 Zentimetern Höhe, in Kawasaki in Japan.

Zum Geburtstag erklärt Mathias Musculus vom Rolltreppenbauer OTIS, dass man in der Fachwelt eher von der Fahrtreppe spricht, deren Grundkonzept sich aber in den vergangenen 125 Jahren nicht sehr verändert habe.

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Punkte wie das Erscheinungsbild, die Qualität und die Umweltverträglichkeit würden aber auch heute noch optimiert. Manche Aspekte, wie die Rillen in den Stufen, sind aber, auch aus Sicherheitsgründen, festgeschrieben. Trotzdem könne man mit Beleuchtungen oder Verzierungen gerade an der Optik noch arbeiten, so Musculus.

"Die spektakulärsten Treppen findet man in U-Bahnen, etwa in Moskau. Wenn man da in einen 90-Meter-Schacht guckt, ist das schon ein Erlebnis."
Matthias Musculus, Rolltreppenfirma OTIS

Bei vielen Treppen läuft aber der Handlauf schneller als die Stufen. Woran liegt das? Diese Rolltreppen wären einfach schlecht eingestellt, sagt Musculus. Die Handleisten sind glatt und werden mit einem Reibrad bewegt. Die Stufen werden aber über ein Kettensystem angetrieben, was präziser läuft. Darum könne es zu unterschiedlichen Geschwindigkeit kommen. 0,5 Meter pro Sekunde ist übrigens die nutzerfreundlichste Geschwindigkeit für eine Fahrt, erklärt Musculus.