Endlich eine Möglichkeit, mal schnell zu verschwinden. Hinter dieser Folie werden wir unsichtbar. Ihren Ursprung hat die Unsichtbarkeits-Folie im militärischen Bereich.

Guy Cramer, der Chef der Firma Hyperstealth, stellt in einem Video seinen Vorgang vor, hinter dem Menschen verschwinden können.

Dieser Vorhang ist eine Art Unsichtbarkeitsschild. Tatsächlich bleibt der Hintergrund zu erkennen, der Mensch dahinter verschwindet aber. Die Technologie ist zwar noch nicht ganz so perfekt wie der Unsichtbarkeits-Umhang von Harry Potter, sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Sophie Stigler. Er funktioniere aber schon ziemlich gut.

Hinter der Folie werden Menschen unsichtbar.
© Hyperstealth Corp
Hinter der Folie werden Menschen unsichtbar.

Linsen auf Folie lenken Licht um

Die Technik, die das Verschwinden möglich macht, nennt die Firma Quantum Stealth. Anders als es der Name vermuten lässt, hat das alles aber nichts mit Quantenmechanik zu tun. Stattdessen sind in dem durchsichtigen Schirm einfach ganz viele Linsen nebeneinander angeordnet.

Sie lenken das Licht so um, dass bestimmte Teile des Hintergrunds vergrößert werden, dass sie sozusagen in die Breite gezogen werden. 50 Zentimeter Hintergrund können so auf der Folie zum Beispiel wie ein ein Meter breiter Hintergrund erscheinen.

Der Nebeneffekt davon: Manche Objekte, die sich hinter der Folie befinden, werden gar nicht dargestellt. Zum Beispiel ein Mensch.

"Man sieht einen scheinbar durchsichtigen Plastikschirm, der vor einer Wand hängt. Und plötzlich kommt ein Mann hinter diesem Schirm hervor."
Sophie Stigler, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin
Ein Mann verschwindet hinter einer Folie.
© Hyperstealth Corp
Hinter der Folie werden Menschen unsichtbar.

Besonders gut funktioniert es mit dem Verschwinden, wenn der Hintergrund sehr gerade Linien hat und einfach ist. Einen leichten Schimmer sieht man aber trotzdem.

"Die Lichtstrahlen werden nur umgelenkt, irgendwo müssen sie aber hin. Je nachdem, wie das Material geformt ist, sieht man die Objekte zum Teil sogar vergrößert."
Sophie Stigler, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Die Unsichtbarkeits-Folie wurde für militärische Zwecke entwickelt. Denkbar sei laut der Entwickler beispielsweise ein Einsatz bei der Polizei, da die Polizisten hinter der Folie nicht klar erkennbar sind und gezielte Kopfschüsse damit deutlich erschwert werden.

Denkbar sei aber auch, Panzer vor Satelliten zu verstecken. Dazu müsste die Folie einfach auf dem Dach des Panzers angebracht werden, wodurch er aus dem All nicht erkannt werden könne.