Facebook aktiviert den Safety Check. Eine belgische Nachrichtenagentur verbreitet ein vier Jahre altes Video. Diese und mehr Themen aus dem Netz zu Brüssel.

Nach den Anschlägen in Brüssel hat Facebook wieder die Funktion "Safety Check" aktiviert. Hier können Betroffene Facebook ihren Status mitteilen, etwa: "Bin in Brüssel, mir geht's gut." Andere können nach ihren Familienmitgliedern und Freunden suchen und wissen so, ob sie wohl auf sind. Ursprünglich war diese Funktion konzipiert worden für eine Rückmeldung nach Naturkatastrophen.

Obwohl der Nutzen dieses Angebots unbestritten ist, wird auch Kritik laut: Wie muss ein Anschlag beschaffen sein, damit Facebook die Funktion aktiviert? Wie ist es etwa mit Anschlägen in Kenia oder im Jemen? Wie viele Tote muss es gegeben haben?

Safety Check funktioniert nur mit einer bestehenden Internet-Verbindung. Diesen Kommunikationsweg empfehlen die Behörden sowieso: Weil das Mobilfunknetz überlastet ist, wurde den Bürgern geraten auf Dienste wie Facebook, WhatsApp oder Twitter auszuweichen.

Überwachungsvideo schon fünf Jahre alt

Wie nach jedem Ereignis öffentlichen Interesses gibt es schnell Bilder und Videos, die das Ereignis dokumentieren. Sie verbreiten sich schnell, und wenn sie informativ sind, werden sie auch von Nachrichtenagenturen und anderen Medien übernommen. Das Problem an ihnen ist immer: Sind sie echt? Die belgische Nachrichtenagentur VRT ist auf einen Fake reingefallen: Sie hat einen Clip verbreitet, der zuvor in sozialen Medien kursierte. Es handelte sich angeblich Aufnahmen aus einer Überwachungskamera am Brüsseler Flughafen, die den entscheidenden Moment der Detonation von heute Morgen zeigt.

Dann stellte sich allerdings heraus: Der Film stammt aus dem Januar 2011, vom Anschlag auf den Moskauer Flughafen Domodedowo. Die Agentur hat sich mittlerweile für den Fehler entschuldigt

Beileid und Sympathie

Bei Facebook, Twitter und in anderen Medien wird Mitgefühl und Beileid ausgedrückt, etwa unter den Hashtags #Brüssel, #PrayForBrussels oder #jesuisbruxelles. Es gibt aber auch Tweets von Leuten, die offenbar mit den Tätern sympathisieren.