Die 2000er - das war die Zeit von The Libertines - von Pete Doherty und Carl Barât. Sie waren so etwas wie die Heilsbringer für alle, die den Glauben an Sex, Drugs and Rock 'n' Roll noch nicht verloren hatten - und an tolle Songs. Nach Streit und vielen Drogen sind sie jetzt wieder da. Zusammen!

Mit diesem Comeback hatte eigentlich niemand gerechnet: The Libertines stehen wieder zusammen auf der Bühne. Und das mit neuem Album: "Anthems for Doomed Youth". Es ist das dritte der Band und Fans hoffen jetzt auf eine Wiederholung der guten alten romantischen Rock'n'-Roll-Zeit. Pete Doherty und Carl Barât erfüllen jedes Künstler-Klischee - sie fliegen hoch, fallen tief und stehen wieder auf.

The Libertines zelebrieren ihre Musik und die Geschichte dahinter

Pete und Carl inszenieren sich schon immer als Yin und Yang. Die zwei Seiten einer Medaille. Sie schaffen einen Mythos, für den sie die Metapher der beiden einbeinigen Männer erfinden, die gemeinsam Laufen lernen.

"I wasnt a particularly good guitarist. I knew a few chords. I had ideas for songs. And they seemed to fit together. With the half-ideas he had. We didn´t particularly liked each other. - Two one-legged-men."
Carl Barat von The Libertines

Die Zeit des Laufenlernens hat bei The Libertines sieben Jahre gedauert. In dieser Zeit haben sie zwei Alben produziert. In "Can't Stand Me Now" singen Pete und Carl über ihre Beziehung, abwechselnd. Ein Song über Selbsthass, Liebe und die Unfähigkeit, sich zu ändern. Es ist fast schon Therapie.

Früh begann die Drogenkarriere von Pete. Der Tiefpunkt: Er bricht in Carls Wohnung ein und verscheuert dessen Besitz für Heroin. Letztlich zerbrach die Band an Petes Sucht. Er freundet sich mit Amy Winehouse an. Als hätte der englische Boulevard Regie geführt. Eine Daily Soap beginnt - lange vor Instagram und Twitter.

Jetzt hat Pete den Drogen angeblich entsagt. Er will fortan Peter genannt werden. Und die Libertines sind wieder die Libertines. Eine Band, voller Gegensätze zwischen Liebe und Hass, Freundschaft und Tod. Die romantische Geschichte von Pete und Carl geht in die nächste Runde. Mit einem hervorragenden dritten Album. Und wir dürfen wieder hoffen. Auf das ewige Happy End.