Während uns das Quaken der Frösche eher nervt, stehen Froschweibchen auf laut und skurril. Männliche Frösche lassen sich fürs Liebesquaken ganz schön was einfallen und klingen mal wie ein Maschinengewehr oder eine Ratsche.

Wer so laut und verrückt quakt, um die tollsten Froschweibchen an Land zu ziehen, der lockt aber auch Fressfeinde an: Forscher haben herausgefunden, dass die Frösche aber schon bevor sie so laut quakten, schrille Signalfarben aufgelegt haben, um Fressfeinde zu vertreiben. Mit den giftigen Signalfarben können die Froschmännchen entspannt die heißesten Quaklaute in voller Lautstärke rausquaken.

Je größer der Frosch, desto tiefer der Quak

Froschquakforscher Martin Jansen hat sich zur Aufgabe gemacht, die vielen verschiedenen Forschquaklaute und ihre Variationen zu untersuchen. Bei rund 5800 Froscharten hat Martin Jansen eine ganze Menge zu tun. Die meisten Arten und auch Neuentdeckungen befinden sich in den tropischen Gegenden.

Martin Jansen forscht für die Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung in den Regenwäldern und Savannen Südamerikas. Gerne bezeichnet Martin Jansen die Frösche nach ihrem Quaklaut oder Trivialnamen wie den Maschinengewehrfrosch, Physalaemus nattereri, die Ratsche, Knickzehenlaubfrosch, oder der Pfeiffrosch, Leptodactylus fuscus.

"Je größer der Frosch desto tiefer die Frequenz, das ist bei uns Menschen - meistens jedenfalls - auch so."
Martin Jansen, Bioakustiker

Wie machen eigentlich die Frösche den Quaklaut? Die Frösche pressen Luft aus der Lunge durch den Kehlkopf und an den Stimmbändern vorbei. Große Frösche haben entsprechend mehr Schallkörper, in dem der Laut entsteht. Besonders tiefe Frequenzen quakt beispielsweise der Dieselmotofrosch.

"Wir haben Frösche gefunden, die bis zu 10.000, 11.000 mal gerufen haben. Eine Art kam sogar auf 20.000 Rufe in einer Stunde."
Martin Jansen, Bioakustiker

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