Alle kennen seine Beine. Der Tour de France-Fahrer Pawel Poljanski postete ein Foto seiner Beine: dicke Adern, Wunden, überstrapazierte Muskeln. Ziemlich krass. Jetzt ist die Tour vorbei und das Abtrainieren beginnt.

Gewonnen hat die Tour de France ein anderer: nämlich der Brite Chris Froome. Der Pole Pawel Poljanski holte Platz 80, aber dafür schaffte er es, kurzzeitig sehr berühmt zu werden. Auf Instagram postete er nach Etappe 16 ein Bild seiner Beine.

44k Likes, 4,468 Comments - Paweł Poljański (@p.poljanski) on Instagram: "After sixteen stages I think my legs look little tired 😬 #tourdefrance"
After sixteen stages I think my legs look little tired 😬 #tourdefrance

Die Tour ist vorbei und die Frage bleibt, wie regenerieren Radprofis wie Pawel Poljanski? Die Sportler brauchen ein regeneratives Training, sagt der Sportmediziner Oliver Tobolski. Einfach hinlegen geht nicht.

Während der Tour de France haben die Sportler rund 3000 Kilometer zurückgelegt. Nach solch einer Höchstleistung brauchen die Sportler zwischen 10 und 14 Tagen, um abzutrainieren und sozusagen auf Normalbetrieb herunterzufahren.

"Die Fahrer werden sich täglich für eine bis anderthalb Stunden aufs Rad setzen, um in einem niedrigen Pulsbereich ihre Grundlagenausdauer zu erhalten."
Oliver Tobolski, Sportmediziner

Vermutlich kommt noch die eine oder andere Einheit an Krafttraining dazu. Kein Sport jedenfalls geht nicht. "Die Sportler würden sehr stark ausgeprägte muskuläre Probleme kriegen; Verkürzungen und Schmerzen", sagt Tobolski.

8000 Kalorien täglich! Das geht nicht mehr

Vor allem aber müssen die Radrennfahrer wieder weniger essen. Während der Tour nehmen sie bis zu 8000 Kalorien am Tag zu sich. Ohne Extrembelastung, wird man da schnell dick.

Und normale Sportler? Was machen die, wenn sie zum Beispiel vier Wochen im Urlaub sind und keinen Sport machen? Abtrainieren brauchen sie nicht, sagt Oliver Tobolski. Aber auch Amateure werden nach vier Wochen ohne Sport schon merken, dass sie weniger belastbar sind als zuvor. Deshalb: Zwischendurch ein wenig Sport ist sinnvoll.