Packeis, Eisberge und Schnee: Wer die Antarktis einmal mit eigenen Augen sehen möchte, muss sich vorher beim Umweltbundesamt registrieren. Denn die Natur am Südpol ist streng geschützt.

Koffer packen und los - ganz so einfach ist es nicht - wenn ihr kein Tapfertyp seid. Zwar gibt es Touristen in der Antarktis. Aber der Tourismus dort unterliegt strengen Grenzen: Nur von Dezember bis März passt das Wetter für einen Urlaub. Und der Antarktisvertrag regelt, dass das ökologische Gleichgewicht am Südpol nicht ins Ungleichgewicht gerät.

Maximal 100 Leute dürfen gleichzeitig an einem Punkt sein, damit die Umwelt das aushält. Auch für Schiffe gibt es bestimmte Anlandungsplätze, an denen sie halten dürfen - aber auch das nur begrenzt. Größere Kreuzfahrtschiffe dürfen überhaupt nicht anlanden, sondern nur vorbeifahren.

"Man kommt nicht überall hin. Es gibt Gebiete in der Antarktis, die sind für den Tourismus absolut tabu, da dürfen maximal Forscher hin."
Tina Kießling, DRadio-Wissen

Wer ganz individuell ins antarktische Eis reisen möchte, kann das zwar machen - es gibt zum Beispiel einen privaten Campingplatz am Union Glacier auf dem Festland, also auf Antarktika. Doch auch dafür muss man eine Genehmigung beantragen und dann mit einem der organisierten Anbieter einfliegen. Der Hubschrauber bringt die Touristen dann zum Campingplatz.

Also gar nicht so einfach, wenn ihr einen Abstecher ins ewige Eis plant. Dann doch lieber bei den Tapfertypen mitmachen - dann wird der Trip für euch organisiert.