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UN-Organisationen haben einen aktuellen Stand zur Klimakrise ermittelt. Die Höhe der Emissionen lässt wenig Gutes hoffen.

Die Klimaerwärmung beschleunigt sich. So lässt sich die Botschaft des Statusberichts verschiedener UN-Organisationen zu Klima- und Klimaschutz zusammenfassen. Federführend ist die Meteorologische Weltorganisation. Zwar sind im Corona-Jahr 2020 Jahr die Emissionen ein bisschen zurückgegangen, der Höchststand von 2019 werde aber wohl bereits 2021 wieder erreicht, sagt der Umweltjournalist Georg Ehring.

"Das Jahr 2019 war das Jahr, wo am meisten emittiert worden ist. Und in diesem Jahr steigen die Emissionen wieder. Dieses Niveau von 2019 wird wieder erreicht."
Georg Ehring, Dlf-Umweltredaktion

Langfristig werde sich das Jahr 2020 kaum bemerkbar machen, meint er. Seitens der UN wird die zunehmende Zahl von Extremwetterereignissen weltweit mit der Erderwärmung in einen ursächlichen Zusammenhang gebracht. Georg Ehring fasst zusammen: "Extremwetterereignisse werden sehr viel häufiger und auch sehr viel extremer, sodass das ein ganz klarer Trend aufgrund der Erwärmung ist."

Extremhitze und Extremregen

Petteri Taalas, der Chef der Meteorologischen Weltorganisation, habe zwei Ereignisse hervorgehoben: die Hitzewelle in Nordamerika mit Temperaturen bis an die 50 Grad und den Extremregen im Westen Deutschlands. Das Titelbild des Berichts zeigt den Zusammenfluss von Main und Rhein bei Hochwasser. Die Zukunft sei beängstigend, findet Georg Ehring. Deswegen sollten aber positive Entwicklungen nicht übersehen werden.

Zunehmendes Problembewusstsein

Wenigstens verkündeten inzwischen mehr Staaten, klimaneutral werden zu wollen, das sei die gute Nachricht. Georg Ehring nennt insbesondere das von der Volksrepublik China als Ziel ausgegebene Jahr 2060.

"Wenn in diesem Jahrzehnt massive konkrete Taten folgen, dann kann die Klimawende auch noch geschafft werden."
Georg Ehring, Dlf-Umweltredaktion