Journalisten berichten über Journalistentage - gähn. Aber was berichten unsere Hörer, wenn wir sie zu den Tutzinger Radiotagen schicken? Ein crossmediales Projekt in Eine Stunde Was mit Medien.

Wir haben sechs Nachwuchsjournalisten unter unseren Hörern zu den Tutzinger Radiotagen geschickt. Entstanden ist ein crossmediales Projekt, das zeigt: Die deutschen Radiomacher sind so nachdenklich, wie lange nicht mehr. Zwischen Asyl und Flüchtlingen, zwischen Lügenpresse-Vorwürfen und dem wachsenden Interesse an Rechtspopulismus - auch das Medium Radio kämpft um die Glaubwürdigkeit. Das zeigen die Debatten, die auf den Tutzinger Radiotagen geführt wurden.

Beispiel AfD-Berichterstattung: Wie sollten Redaktionen mit der rechtspopulistischen Partei umgehen? In einer Diskussion zum Thema gab es unterschiedliche Stimmen. Schiwa Schlei, Wort- und Online-Chefin bei Funkhaus Europa, sagt: "Mit reiner Fakten-Berichterstattung erreichen wir nicht die AFD-Wähler, sondern nur die Nicht-Wähler." Man müsse die AfD-Wähler in ihren Ängsten ernst nehmen, lautete eine Stimme aus dem Publikum.

"Es ist sehr schwer, manchmal die eigenen Befindlichkeiten auszuschalten, wenn jemand vor einem steht, der sagt: Natürlich möchte ich gerne Ihren Job abschaffen."
Ine Dippmann, MDR-Korrespondentin in Sachsen

Was bei den Radiotagen besprochen wurde

Alle Beiträge zu den Tutzinger Radiotagen könnt ihr im Blog auf radiotage.wasmitmedien.de nachlesen und -hören:

Die Tutzinger Radiotage sind ein Branchentreff, an dem Macher von privaten und öffentlich-rechtlichen Sendern aus ganz Deutschland zusammenkommen - auf Einladung der Bundeszentrale für politische Bildung und der Akademie für politische Bildung Tutzing.

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