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Rückenschmerzen haben eher ältere Leute? Stimmt nicht. Eine Studie zeigt, dass bei den 25- bis 29-Jährigen häufiger der Rücken schmerzt. Falls ihr dazu gehört, ist es wichtig, das ernst zu nehmen.

Für eine Studie der Kaufmännischen Krankenkasse wurden mehr als sechs Millionen Versicherte zwischen 2009 und 2019 befragt. Die Ergebnisse liegen jetzt vor: In diesem Zeitraum haben vor allem die 25- bis 29-Jährigen über mehr Rückenschmerzen geklagt. Es waren zehn Prozent mehr, die 2019 mit Rücken-, Schulter- oder Nackenschmerzen zum Arzt gegangen sind als noch zehn Jahre zuvor.

Viel Sitzen, wenig Bewegung: Horror für den Rücken

Ein Grund dafür ist, dass wir immer mehr am Computer arbeiten. Nach einem Jahr Corona-Pandemie kommt hinzu, dass viele zu Hause arbeiten und wir uns noch weniger bewegen. Aber, dass der Rücken häufiger schmerzt, war eben auch schon vor der Pandemie ein Problem.

Gegen die Schmerzen hilft Bewegung, so unser Reporter Sebastian Sonntag. Das hilft, um erst gar keine Probleme mit Rücken, Schultern und Nacken zu bekommen. Aber auch, wenn es schon zwickt und schmerzt.

"Bewegung ist unsere einzige Option."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Denn Massagegeräte, Wärmekissen oder auch Physiotherapien können vorübergehend Linderung bringen, sie ändern aber nichts an der Ursache.

Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie empfiehlt zum Beispiel die 3-mal-10-Rückenfit-Formel. Dazu gehört: Jeden Morgen nach dem Aufstehen zehn Minuten Gymnastik und Dehnübungen machen. Das zweite Minuten-Paket können wir über den Tag verteilen: Einfach immer mal wieder zwischendurch aufstehen und sich bewegen. Die dritten zehn Minuten stehen abends an. Das kann ein Spaziergang sein oder ein paar Work-Out-Übungen – und zwar am besten erst nach dem Abendessen. "Aber natürlich geht auch jede andere Art von Sport. Hauptsache Bewegung", sagt Sebastian Sonntag.

Auch im Homeoffice öfter die Haltung ändern

Falls ihr zu Hause arbeitet, ist es aber auch wichtig, einen Arbeitsplatz einzurichten, der diesen Namen verdient. Dazu gehört ein möglichst bequemer Stuhl, so Sebastian Sonntag. "Optimal ist einer, der sich in der Höhe verstellen lässt." Es ist gut, nicht zu dicht vor dem Monitor zu sitzen. Und wir sollten zwischendurch immer wieder auf die Sitzhaltung achten.

"Immer wieder die Sitzposition wechseln. Bewegt sitzen heißt das Buzzword."
Sebastian Sonntag, Deutschlandfunk-Nova-Reporter

Dabei kann auch die passende Ausstattung helfen. Zum Beispiel sollte sich der Monitor ungefähr auf Augenhöhe befinden, damit wir nicht die ganze Zeit nach unten blicken. Ein externer Monitor kann da helfen oder das Notebook, wenn es groß genug dafür ist, auf einen Stapel Bücher stellen. Dazu dann eine externe Tastatur und Maus. Damit können wir für den Rücken schon viel besser machen.