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Coming soon: der Streamingdienst Youtube Music
© Screenshot | music.youtube.com/
Pay-Content bei Youtube

Google bietet Streaming - gegen Geld

Bisher verdiente Youtube Geld mit Werbung. Jetzt soll auch Content dazu kommen, für den man zahlen muss. In den USA ist der Dienst gestartet. Und so soll er funktionieren.

Was haben wir nicht schon alles: Spotify, Deezer, Apple Music, Google Play Music, Amazon Music, Tidal und so weiter.  Jetzt bringt auch Youtube einen eigenen Streamingdienst an den Start –zunächst noch nicht in Deutschland. Das Unternehmen gehört seit 2006 zu Google.

Johannes Döbbelt hat sich für uns umgehört. Ausprobieren konnte er Youtube Music allerdings noch nicht.

Youtube verspricht neben Millionen von Songs zum Streamen auch die entsprechenden Videos dazu - auch Live-Videos von Konzerten. Es soll außerdem Remixe, Cover-Versionen oder Parodien als Audios und Videos im Angebot geben  -  zum Teil aus dem riesigen Youtube-Archiv mit Usercontent.

Die App liefert Musikvorschläge

Die App soll automatisch Songs vorschlagen, die zum aktuellen Standort des Nutzers passen. Also am Flughafen: entspannende Musik. Im Fitness-Studio: schnellere Songs.

Die App- und die Desktop-Versionen sollen Songs auch dann finden, wenn ihr nicht richtig wisst, wie das Lied heißt. Ähnlich wie bei Spotify und den anderen Diensten gibt es eine Gratis-Version mit Werbung und ein Abomodell ohne Werbung - für 9,99 US-Dollar monatlich. Der Preis für die Nutzung und der Einführungstermin in Deutschland stehen noch nicht fest.

Eine mögliche Folge des neuen Angebots:  Google Play Music könnte langfristig eingestellt werden - und alles nur noch über den neuen Dienst laufen.

Youtube Music wird wohl kein Spotify-Killer

Experten sagen, dass Youtube mit dem neuen Dienst den Musik-Labels entgegen kommen wolle. Labels finden gerade die Bezahl-Modelle der Streaming-Dienste erst mal gut, weil sie auch ein bisschen Geld verdienen.

Trotzdem dürfte es ziemlich schwer für Youtube Music werden, sich zu etablieren, meint Johannes. Die Konkurrenz ist groß, allen voran Spotify mit über 70 Millionen zahlenden Nutzern.

Die britische Tageszeitung The Guardian zitiert den Analysten Mark Mulligan. Er sagt, dass der neue Dienst kein Spotify-Killer wird. Beim Videoangebot von Youtube drehe sich im Moment alles um Werbung. Deswegen sei es unwahrscheinlich, das Google ausgerechnet auf Youtube einen der führenden Bezahlservice werde etablieren können.

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