Die Themen im Update: +++ Hilfe durch EU-Weißhelmtruppe +++Türkei: Offene Grenze für Kurden-Kämpfer +++Ostukraine: Keine Hinweise auf Massengräber +++

  • In der Diskussion über den Kampf gegen die Ebola-Epidemie zeigt sich die deutsche Regierung überraschend schuldbewusst. Man habe zu spät erkannt, welches Ausmaß die Seuche habe, so Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. Er fordert eine zivile EU-Mission, sogenannte Weißhelme, für Westafrika. Die Truppe soll in den Ebola-Gebieten helfen und die Ausbreitung des Virus stoppen, sagte Steinmeier vor europäischen Amtskollegen in Brüssel. Aus Nigeria kommen heute gleichzeitig positive Neuigkeiten: Die Weltgesundheitsorganisation erklärte das Land für Ebola-frei.
  • Erst haben die USA den Peschmerga-Kämpfern nahe der
    syrischen Grenzstadt Kobane erstmals direkt Waffen geliefert. Jetzt unterstützt auch die Türkei die Kurden im Kampf gegen die IS-Miliz. Die Regierung hob ein Reiseverbot für kurdische Kämpfer in Richtung Syrien auf. Diese können jetzt ungehindert die Grenze überqueren und helfen, die Stadt Kobane gegen die Extremisten des IS zu verteidigen.
  • In der Ostukraine wurden Menschen illegal hingerichtet - und zwar sowohl
    von der ukrainischen Armee als auch von den pro-russischen Separatisten. Das meint die Menschenrechtsorganisation Amnesty International in einem Bericht, den sie heute vorgestellt hat. Die Menschenrechtler werfen beiden Seiten gleichzeitig vor, falsche Angaben über angebliche Gräueltaten gemacht zu haben. So gebe es nach jüngsten Informationen keinerlei Beweise für die behaupteten Massentötungen im umkämpften ostukrainischen Donezk.