Beim Thema Urlaub gehen die Meinungen auseinander. Der eine braucht vier Wochen am Stück, der andere schwört auf Kurztrips. Aber wie lang ist denn nun lang genug?

Um so richtig runterzukommen, sagen Arbeits-Psychologen, brauchen wir mindestens zwei bis drei Wochen Urlaub. Das liegt vor allem daran, dass unser Körper ein bisschen Zeit braucht, um abzuschalten.

"Deswegen sagt man, fast die erste Woche gilt es, die Kopplung an die Arbeitswelt zu unterbrechen. Und erst in der zweiten Woche kommt man dazu, sich zu erholen."
Arbeitspsychologe Tim Hegemann

Es gibt sogar Psychologen, die sagen, unser Körper braucht zwei Wochen, um alle Stresshormone abzubauen, und in der dritten Woche fängt die Regeneration dann richtig an. 

"Also zwei bis drei Wochen ist die Faustregel, um richtig zu entspannen. Und das sollte man einmal im Jahr auf jeden Fall machen.​"
Rahel Klein, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Nach einer Urlaubsreise ist es dann laut Psychologen sinnvoll, noch ein oder zwei Tage frei zu haben, bevor man wieder in den Arbeitsalltag startet. "Ein bisschen Sport im Urlaub kann außerdem helfen, die Erholungsphase zu verlängern. Sport fördert das Herz-Kreislaufsystem und dann bist du stressresistenter", sagt unsere Reporterin Rahel Klein.

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Allein die Planung macht schon glücklich

Eine Studie aus den Niederlanden hat außerdem gezeigt, dass Menschen, die gerade einen Urlaub planen, glücklicher sind, als Menschen, die keine Reisen vorhaben. Deshalb kann es gut sein, nach dem einen längeren noch mehrere kurze Urlaube einzulegen - Vorfreude garantiert.

"Leisure Sickness" - Freizeitkrankheit: Die gibt es ja wirklich. Dein Körper hält im Stress alle wichtigen Funktionen aufrecht. Und wenn du dann in den Urlaubsmodus kommst, gibt er auf."
Rahel Klein, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Ganz wichtig wäre es, schon vor dem Urlaub einen Gang runterzuschalten. Denn: Wer sich vor dem Urlaub zu viel zumutet, der läuft Gefahr, direkt mit Krankenschein in die "schönste Zeit des Jahres" zu starten.

Rechner aus, Anrufbeantworter an

Für alle, die generell nicht gern verreisen und ihren Urlaub lieber auf Balkonien verbringen, hat der Arbeitspsychologe auch noch einen Tipp parat: "Wichtig wäre, dass man die Kopplungen zur Arbeitswelt unterbricht und andere Gedanken fasst, dass man richtig loslassen kann." Also: Im Urlaub keine Arbeitsmails lesen, Handy aus, nicht erreichbar sein. Dann steht der Entspannung nichts mehr im Weg.