Das Wetter ist echt mies, aber ihr braucht ein paar Tage Urlaub. Was machen: zu Hause entspannen oder verreisen? DRadio Wissen-Reporter Stephan Beuting entdeckt das "Verhausen".

Die Deutschen geben über 20 Milliarden Euro jedes Jahr für Reisen aus: Investitionen für unbezahlbare Momente in der Ferne. Viele von uns glauben, dass Entspannung nur möglich ist, wenn man seine Koffer packt und verreist.

Doch für das Reisen mit all den Unwägbarkeiten müsst ihr bereit sein, sonst droht die Liegestuhl-Depression. Vor der fürchtet sich Falko Löffler. Er hat ein Buch gegen das Verreisen geschrieben. "Man ist dann den Elementen ausgesetzt", sagt Falko. Sich all dem Ungewissen auszusetzen, das will er nicht.

"Dann gibt es Leute wie mich, die nicht so begeistert sind, wenn der Zug voll ist. Wenn das Hotel überbucht wurde. Wenn der Mietwagen nicht bereit steht. Mir vergeht dann sehr schnell die Laune."

Es gibt mehr Menschen wie Falko, denen der Urlaub eher Stress bringt statt nimmt. Der Mediziner Gerhard Zimmermann berät Patienten, die im Urlaub keine Ruhe finden. Viele würden den Fehler machen und raus aus dem Stress Richtung Fernziel flüchten.

Holistay oder Staycation: Urlaub zu Hause

Doch Zeitverschiebungen und Klimaveränderungen belasten erst einmal. Hinzu kommt der wissenschaftlich belegte First Night-Effekt: In einer ungewohnten Umgebung schaltet unser Gehirn nicht ab und bleibt achtsam. Die erste Nacht wird zum Horror. Warum nicht einfach auf Staycation setzen - auf das Verhausen. Füße hoch und Urlaub zu Hause machen.

Aber klar. Urlaub kann auch schön sein. Falls euch das Entspannen gelingt - dann viel Spaß beim Verreisen.