Ariana Grande ist auf Tour in den USA – und sie sorgt dabei auch für mehr Demokratie. In den USA muss man sich registrieren, um wählen zu dürfen. Auf ihren Konzerten ist deshalb die Organisation Head Count mit dabei, die den Fans helfen soll, sich für die Wahlen zu registrieren. Und das hat Wirkung, sagt unsere Reporterin Anke van de Weyer.

Die US-Sängerin Ariana Grande will, dass ihre Fans wählen gehen. Aber in den USA muss man sich vorab registrieren, um wählen zu dürfen. Deshalb kooperiert Ariana Grande mit der gemeinnützigen Organisation Head Count. Die schickt seit 2004 Menschen zu allen möglichen Konzerten und Festivals, um Leute dazu zu bringen, sich als Wählerin und Wähler zu registrieren.

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Denn in den USA gibt es keine Meldepflicht. Deshalb gibt es auch kein zentrales Melderegister und damit keine Basis für ein zentrales Wählerverzeichnis wie in Deutschland. Deshalb muss, wer in den USA wählen will, sich in seinem Bundesstaat registrieren. Es sind vor allem nichtweiße und arme Bevölkerungsgruppen, die nicht registriert sind und damit auch nicht ihre Stimme abgeben dürfen.

Das will Head Count ändern. Die überparteiliche Organisation will, dass alle Menschen ihr Wahlrecht nutzen und sich politisch beteiligen. Dafür setzt man auf Musik und Stars.

Ariana Grande kooperiert mit Head Count

Head Count ist diesmal bei der aktuellen Tour "Sweetener" von Ariana Grande mit dabei. Die Sängerin hatte schon vorab auf Instagram Head Count und die Kooperation beworben. "Ihre Fans haben das sehr positiv aufgenommen", sagt unsere Reporterin Anke van de Weyer.

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Head Count hat bereits mit Jay-Z, Vampire Weekend oder auch Linkin Park zusammengearbeitet. Berühmte Sänger und Bands haben einen echten Effekt auf das Publikum, den Head Count für die eigene Sache nutzen kann, so Anke van de Weyer.

"Es zeigt sich immer wieder, dass berühmte Menschen krasse Effekte erzielen können."
Anke van de Weyer, Deutschlandfunk Nova

Nicht nur gemeinsam mit Head Count setzen sich in den USA Musiker für die Wählerregistrierung ein. Vor den Zwischenwahlen in den USA im November 2018 starteten viele Stars Aufrufe: Rihanna, Katy Perry, der Rapper Travis Scott oder auch Stephen Colbert, Host der The Late Show. Und nicht zu vergessen Taylor Swift.

Im Zuge der Midterms äußerte sich die Sängerin zum ersten Mal überhaupt politisch. Sie setzte sich nicht nur für die Wählerregistrierung ein, sondern machte auch öffentlich, dass sie die Demokraten wählen wird. Nach ihrem Aufruf ließen sich innerhalb von 24 Stunden über 65.000 Menschen für die Wahl registrieren. "Das sind halb so viele, wie sich sonst in einem kompletten Monat während dieser Zeit Wähler registrieren lassen", sagt Anke van de Weyer.

Blogger Rezo und die Europa-Wahl

In Deutschland halten sich die Stars eher raus aus Wahlempfehlungen oder Aufrufen zur Wahlbeteiligung. Aber der Youtuber Rezo stürzte kurz vor der Europawahl die CDU in eine kleine Krise – und die Partei musste reagieren.