Trump, Clinton und Co mögen es eher einfach. Ihre Reden entsprechen dem Niveau von Schülern. Das zeigt eine Studie von US-Wissenschaftlern. Aber die Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur in den USA können auch anders, wenn sie wollen.

Wissenschaftler der Carnegie Mellon Universität im US-amerikanischen Pittsburgh haben sich die Reden der Politiker genau angeschaut - genau das, was wirklich gesagt wurde, nicht nur die vorgeschriebenen Texte. Die Forscher haben dann die Wörter aus den Reden analysiert. Ebenso haben sie die Grammatik untersucht, zum Beispiel wie komplex die Satzstrukturen sind.

Laut Analyse liegt Hillary Clinton mit ihren Reden auf dem Niveau einer Achtklässlerin. Immerhin noch vor Donald Trump, der spricht wie ein Sechstklässler. Es gibt aber auch Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur, die etwas komplexer reden. Zum Beispiel der Demokrat Bernie Sanders, der erreicht das Niveau der elften Klasse. Stellt sich natürlich die Frage, wie sich feststellen lässt, wie Schüler in der sechsten oder auch elften Klasse reden. Dafür haben die Forscher Studien zur Lesefertigkeit von Schülern genutzt.

Aber ist es eigentlich schlimm, gut verständliche Reden zu halten? Natürlich nicht. Für Zuhörer ist es eher schwierig - egal wie gebildet sie sind -, komplexe Sätze zu entwirren oder tausende von Fachwörtern aufzunehmen. Beim Lesen ist das einfacher. Außerdem können Clinton und auch Trump ihr Niveau stark variieren. Sie scheinen ihre Reden dem jeweiligen Publikum anzupassen: Dann wird es mehr oder weniger kompliziert.