Memes spielen im US-amerikanischen Wahlkampf eine große Rolle – logisch, denn es geht ja um Aufmerksamkeit. Auch Michael Bloomberg, der gerne für die Demokraten gegen Donald Trump antreten möchte, nutzt Memes, um seine Bekanntheit zu steigern.

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Eine Idee seiner Wahlkampfteams ist es, Screenshots zu veröffentlichen. Screenshots, die zeigen, wie er die Influencer anschreibt und sie bittet, für ihn ein Meme zu kreieren. Zum Beispiel hat er den Influencer Kale Salad angeschrieben und vorgeschlagen: "Michael Bloomberg ist wie Salat, tough und geschmacklos, aber am Ende gut für Dich". In einem anderen Post zeigt ein Foto Bloomberg in kurzen Hosen – mit der Zeile: So sieht ein cooler Kandidat aus.

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Michael Bloomberg macht das natürlich nicht selbst. Für die Wahlkampf-Memes wurde extra eine Agentur gegründet mit dem Namen Meme 2020. Die beteiligte Werbeagentur heißt Jerry Media und hatte es zu Bekanntheit gebracht, weil sie im Zusammenhang mit der Planung des Fyre-Festivals stand. Ein großes Luxus-Musik-Festival, das in der Karibik geplant war – und niemals stattfand.

Bloomberg ist auf der Jagd nach Klicks und Aufmerksamkeit

Es geht bei den Memes nicht darum, am Ende cooler dazustehen, sagt unser Korrespondent Jan Bösche, sondern es gehe nur um Aufmerksamkeit.

"Das ist nicht von einem Praktikanten gemacht, sondern höchst professionell."
Jan Bösche, Korrespondent in Washington

Michael Bloomberg versucht gerade mit richtig viel Geld, Stimmen zu sammeln. „Der Mann hat schon 400 Millionen Dollar für seine Wahlkampagne ausgegeben“, so Jan Bösche. Werbespots für Online und für das Fernsehen – und eben auch die Memes als Baustein, um bei den Amerikanern eine flächendeckende Präsenz zu erlangen.

"Alleine, dass wir jetzt schon darüber reden, zeigt ja schon, dass das mit der Aufmerksamkeit funktioniert."
Jan Bösche, Korrespondent in Washington

Einige Influencer, die mitgemacht und Posts mit Werbung für Bloomberg verbreitet haben, mussten sich Kritik anhören. Allerdings, so Jan Bösche, sei es absolut üblich, auch bei den anderen Kandidaten Memes und andere Kampagnen zu generieren, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erreichen, Es ist üblich, dass in diesen Bereichen mit Geld gearbeitet wird.

Viel Geld für den Wahlkampf im Netz

Der Wahlkampf im Netz – Donald Trump habe ihn auf eine andere Ebene gehoben, sagt unser Korrespondent aus Washington. Besser als alle anderen sei er darauf ausgerichtet, im Netz zu kommunizieren und seine Wählerinnen und Wähler pass-genau anzusprechen.

Und am Ende funktionieren diese Kampagnen über Geld, extrem viel Geld. Bloomberg versucht, aufzuholen, um dann als Kandidat der Demokraten gegen den aktuellen Präsidenten anzutreten. Jan Bösche sagt, das könnte schwierig werden, denn wirklich überzeugend war er diese Woche bei seiner ersten Debatte, an der er teilgenommen hat, nicht.