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Die US-Amerikanerin Vanessa lebt seit Jahren in einer gewaltvollen Beziehung. Sie ist 35, als sie beschließt ihren Mann endlich zu verlassen. Sie hat drei Kinder und muss ihre Flucht ganz vorsichtig planen. Ihr Mann darf keinen Wind davon bekommen, denn er kontrolliert jeden Winkel ihres Lebens.

Zwei Jahre später ist es dann soweit: Eine Mitarbeiterin vom Frauenhaus ruft an und sagt, dass für Vanessa und ihre Kinder ein Zimmer frei geworden ist. Ihr Mann ist gerade bei der Arbeit und kriegt nichts davon mit. Vanessa und die Kinder packen hektisch die wichtigsten Sachen zusammen. Dann setzen sie sich ins Auto und Vanessa fährt los. Dabei läuft "Golden", ein Song von Jill Scott.

"I was dancing and singing and I said: "What else do y'all want to hear?" Because in the car, he used to play his music. I wanted my children to experience what it was like to play their music."
Vanessa über den Moment ihrer Flucht

Vanessa reicht die Scheidung ein und beendet ihre Ausbildung zur Krankenschwester. Sie findet einen Job und eine Wohnung in Kalifornien. Doch nach einiger Zeit fängt ihr Exmann an, sie zu stalken. Vanessa wagt einen Neustart in New York - weit weg von ihm. Sie hat es geschafft. Endlich ist sie frei.

Der tiefste Punkt ihres Lebens

Ein paar Jahre später holt die Vergangenheit sie ein: Vanessa hat nie gelernt, mit Geld umzugehen. Sie hat Schulden. Außerdem entwickelt sie psychische Probleme. Nach einem Nervenzusammenbruch steht sie plötzlich ohne alles da: kein Job, keine Wohnung, ihre Kinder müssen vorübergehend zur Großmutter ziehen.

"Here it is: Me being homeless, after all of these things that I had accomplished and my abuser that I had left. I left chaos but I'm still in chaos."
Vanessa am Tiefpunkt ihres Lebens

Wie Vanessa zurück ins Leben findet, hört ihr diese Woche hier oder im Podcast.

Wir erzählen eure Geschichten!

Habt ihr auch eine Geschichte erlebt, die in die Einhundert passt? Dann erzählt uns davon. Storys für die Einhundert sollten eine spannende Protagonistin oder einen spannenden Protagonisten, Wendepunkte oder ein unvorhergesehenes Ende haben. Wir freuen uns über eure Mails an einhundert@deutschlandfunknova.de