Verdienen Akademiker später wirklich so viel mehr, dass sich das lange Studium lohnt? Und in welchen Bereichen besonders? 

Vorweg die gute Nachricht für Akademiker: Das Studium zahlt sich aus. Natürlich ist es abhängig davon, was man studiert. Aber rechnet man den Durchschnitt aus - so wie die jüngste ifo-Studie - kommt man zu dem Ergebnis, dass Akademiker in ihrem Leben 400.000 Euro netto mehr verdienen als Menschen mit einer Lehre. 

Schaut man konkret auf die Branchen, kann man sagen, dass besonders gut in der Bankenbranche, in der Autoindustrie, oder in der Gesundheitsbranche verdient wird. 

In der Gesundheitsbranche kommst du locker auf 70.000 Euro brutto im Jahr. Führungskräfte sogar auf 150.000.

Man kann sich aber auch andersherum einmal anschauen, wie es mit den Gehaltsunterschieden innerhalb derselben Branche aussieht. Ein studierter Maschinenbauer bei einem Autokonzern verdient im Laufe seines Lebens eine Million Euro mehr als der Kollege mit einer Ausbildung.

Es gibt auch lukrative Ausbildungsberufe

Natürlich gibt es aber auch Berufe, in denen sich das Studium kaum lohnt. Bei Sozialpädagogen sind die Gehaltsunterschiede nur marginal. Der Ökonom Heiko Stüber hat eine Studie zum Gehalt im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit durchgeführt und liest da zwei wesentliche Fakten heraus. 

  1. Es gibt Studiengänge, mit denen man später wesentlich mehr Geld verdienen kann als mit anderen Studiengängen.
  2. Es gibt Ausbildungsberufe, mit denen sich mindestens genauso viel Geld verdienen lässt wie mit einem Hochschulstudium.

Wer beispielsweise eine Ausbildung zum Fachinformatiker gemacht hat und in der IT-Branche als Programmierer arbeitet, verdient im Laufe seines Lebens im Schnitt 200.000 Euro mehr als ein studierter Geisteswissenschaftler.