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Nach acht Jahren Beziehung kurz nach der Traumhochzeit verlassen werden. Das ist Lena passiert. Warum sie trotzdem vergeben konnte und was ihr dabei geholfen hat.

55 Tage. Lena weiß noch genau, wie lange es gedauert hat, bis ihr Ehemann sie nach der Hochzeit abserviert hat. Acht Jahre Beziehung, auf dem Plan stand auch der Hausbau. Er hatte eine andere Frau kennengelernt.

"Nicht mal zwei Monate nach dieser Traumhochzeit kam für mich der heftigste Schock. Ich wurde von meinem frisch verheirateten Mann vor die Tür gesetzt mit der Begründung, dass er sich in eine andere Frau verliebt hat."
Lena
2 Frauen stehen nebeneinander
© privat
Gemeinsam mit Sofia erzählt Lena (rechts im Bild) vom langen Weg verzeihen zu können

Die ersten Tage war da die Wut und die Trauer. "Warum ich? Wie elendig bin ich, dass ich mit 28 die Scheidung einreichen muss?"

Doch die Stimmung bei Lena kippte schnell - ins Positive. Immer wieder spricht sie sich zu, dass alles einen Grund hat. Sie glaubt an sich selbst, dass sie auch mit sich alleine klarkommen kann. Immer und immer wieder spricht sie mit ihren Freundinnen und der Familie über den Vorfall und merkt nach einiger Zeit: "Von Mal zu Mal, bei jedem Erzählen wird man unemotionaler und gleichgültiger".

Diesen Punkt beschreibt Lena als den Wendepunkt, an dem man merkt, dass man vergeben hat ohne aktiv etwas dafür getan oder es überhaupt bemerkt zu haben. Man merkt also, dass man auf einmal alleine klarkommt und dass man der Situation, um die es geht, auf einmal nicht mehr so viel Bedeutung zuschreibt.

"Wenn man merkt, dass man auf dem Stand ist alleine klarzukommen und dass einem das Geschehene gar nicht mehr so wichtig ist... Dann hat man vergeben. Ich muss sagen, das ging super schnell."
Lena

Anfangs befürchtete Lena, jahrelang an dem Thema zu knabbern, aber nach sechs Monaten war bei ihr die Stimmung schon viel besser.

In dem gemeinsamen Podcast "Stadt Land Mann" hat Lena mit ihrer Freundin Sofia über das Thema vergessen, verzeihen und vergeben können gesprochen. Ein letzter Schritt für sie, nie wieder negativ auf dieses Ereignis zurückzuschauen.

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