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Es fing klassisch mit Sehnsucht nach der Serengeti und dem Kilimandscharo an – dann hat der afrikanische Kontinent Jennifer McCann nicht mehr losgelassen. Mittlerweile weiß sie: Ihr Bild von "Afrika" war stark von Stereotypen und auch von Rassismus bestimmt.

Jennifer McCann träumt von der Serengeti, kauft sich ein Ticket nach Tansania und klettert auf den Kilimandscharo. Das war vor rund elf Jahren. Danach ist sie immer wieder nach Zentral- und Ostafrika gereist, hat ein Jahr Freiwilligendienst in Drogencamps in Daressalam gemacht, in Simbabwe eine Ruinenstadt besucht und in Ruanda über das Plastiktütenverbot gestaunt.

Jennifer McCann in Dar es Salaam.
© Jennifer McCann
Jennifer McCann verbringt einen Nachmittag mit Julieth und deren Familie in der Stadt Daressalam in Tansania.

Der Kolonialismus reist mit

Heute ist ihr klar: Ihr Bild von "Afrika" war stark bestimmt von Stereotypen und auch von Rassismus. Und auch der Kolonialismus reist oft noch mit in "unseren" Köpfen, was in diesem Fall denen von weißen Europäer*innen meint. Wenn wir ein Selfie auf dem Gipfel eines Berges machen – was unterscheidet das eigentlich noch davon, dort eine Fahne zu hissen?

Ein ehrliches Gespräch über die eigenen Grenzen im Kopf und die Rolle als weiße Tourist*in. Jenny hat auch ein Buch über ihre Reisen geschrieben: "Afrika ist kein Land. Reisegeschichten von Angola bis Madagaskar".