600 AfD-Politiker kommen am Wochenende in Augsburg zusammen, zum Parteitag. Die Partei gibt sich selbstbewusst. Die Polizei ist vorbereitet.

Begleitet von angekündigten Protesten kommt die AfD ab Samstag (30.06.) zum Bundesparteitag in Augsburg zusammen. Natürlich wird die Asylpolitik eine große Rolle dabei spielen, sagt unsere Korrespondentin Nadine Lindner. Und die Stadt Augsburg habe sich die Partei ganz bewusst ausgewählt, denn in Bayern ist im Oktober Landtagswahl.

"Am 14. Oktober ist Wahltag in Bayern. Und das ist nicht nur für die CSU ein wichtiges Datum, sondern natürlich auch für die AfD."
Nadine Lindner, Korrespondentin - begleitet den Parteitag

Von dem neuen, restriktiven Kurs der CSU in der Asyldebatte lässt sich die Partei nicht beeindrucken, berichtet unsere Korrespondentin. Vielmehr sei man der Meinung, die CSU kopiere nur die Haltung der AfD. "Man gibt sich hier selbstbewusst im Vorfeld dieser Landtagswahl", so unsere Korrespondentin.

Rentenkonzept soll beraten werden

Da die Partei bislang noch keine wirkliche Idee zum Thema Rente im Programm hat, soll das nun nachgeholt werden: Der Co-Parteivorsitzende Jörg Meuthen hat ein Rentenkonzept angekündigt, das vorgestellt werden soll.

Das ist längst überfällig, meint unsere Korrespondentin, schließlich sei die AfD die größte Oppositionspartei im Bundestag und sitze in 14 Landesparlamenten. "Und dann kein Rentenkonzept zu haben, was wirklich ein zentrales Thema für viele Leute ist, das kann man sich nicht leisten."

AfD will parteinahe Stiftung

"Die AfD will eine eigene Stiftung haben - und zwar aus dem Grund, weil alle anderen Parteien auch eine haben."
Nadine Lindner, Korrespondentin - begleitet den Parteitag

Auch auf der Tagesordnung steht die Entscheidung über eine parteinahe Stiftung, die schon länger geplant ist, aber bislang nicht zustande kam. "Da gab es jetzt Stress zwischen dem wirtschaftsliberalen und dem eher rechtsnationalen Flügel", berichtet Nadine Lindner. Beide Seiten hatten bereits einige Lieblingsstiftungen im Visier. Auf dem Parteitag soll ein Kompromiss gefunden werden.

Gegendemonstrationen angekündigt

Rund um den Parteitag werden viele Gegendemonstrationen mit mehreren tausend Teilnehmern erwartet. Der Münchner Ableger der islamfeindlichen Pegida-Bewegung hat zudem eine Kundgebung in der Augsburger Innenstadt angemeldet. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot von 2000 Einsatzkräften vor Ort, um Ausschreitungen zu verhindern.