Vermutlich plumpste Lucy vom Baum. Aber so genau weiß das niemand, denn das ist 3,18 Millionen Jahre her. Trotzdem ist Lucy noch Thema. Wie wird man solch ein berühmtes Fossil? Wir haben ein paar Tipps.

Vor etwa 30 Jahren wurden die fossilen Überreste der "Urfrau" Lucy in Äthiopien entdeckt. Sie wurde zu einem der Stars unter den Fossilien. Wie sie genau lebte, ist umstritten. US-amerikanische Paläontologen kommen nun zu dem Schluss, Lucy sei gerne auf Bäume geklettert und dann runtergefallen. Schade.

John Kappelman hat die fossilen Überreste von Lucy untersucht. Er sitzt an seinem Schreibtisch und hält 3D-Drucke von Lucys Knochen in den Händen; Foto: dpa
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John Kappelman von der Universität Austin und sein Team haben sich die fossilen Überreste von Lucy angeschaut. Sie fanden mehrere Knochenbrüche, die sich Menschen zuziehen, wenn sie aus großer Höhe fallen.

Das ist zunächst einmal eine These. Bekannt ist jedoch: Lucy hatte ziemlich viel Körperbehaarung. Sie wurde etwa 25 Jahre alt. Und sie bekam den wissenschaftlichen Namen Australopithecus afarensis. Vor allem aber: Ihr Ruhm scheint unvergänglich. Auch nach über drei Millionen Jahren ist sie noch Thema.

Besucher eines Museums in Algerien betrachten die fossilen Überreste von Lucy. Die Knochen liegen in einer Vitrine.
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So sieht Lucy aus, wenn ihre Überreste zusammengesetzt sind.

Welcher der aktuellen Pop- oder Filmstars wird das irgendwann von sich behaupten können? Ruhm ist ja eigentlich vergänglich. Wie kann man also zum Fossilien-Star werden? Zwei Dinge helfen ungemein, um sich optimal für die Nachwelt zu präsentieren:

  • Den späteren Wissenschaftlern spannende Antworten und weitere Fragen liefern.
  • Dafür sorgen, dass später überhaupt noch etwas von einem übrig ist.

Dafür haben wir ein paar Tipps parat. Damit viel vom Körper übrig bleibt, eignet sich der Grund eines Sees mit wenig oder gar keinem Sauerstoff, um die letzte Ruhe zu finden. Und keinen Ort wählen, der von Erdbeben bedroht ist. Und dann braucht es noch eine gute Geschichte, die den Forschern Rätsel aufgibt und ihnen dann aber möglichst viel über den komplexen Tathergang und die Lebensumstände damals verrät.