Das Voynich-Manuskript hat 230 Seiten, ist ein Einzelstück, handgeschrieben und gemalt auf Pergament, das vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammt. Der Haken: Das Voynich-Manuskript ist in einer völlig unbekannten Sprache verfasst. Zig Wissenschaftler haben versucht es zu entschlüsseln. Erfolglos. Was könnte dahinter stecken? Vera Pache hat sich auf die Suche nach Antworten gemacht.

ORF-Dokumentation "Universum": "Das Voynich-Rätsel." Original-Aufnahme aus dem Manuskript in Geheimschrift. Ein Buch, verfasst von einem unbekannten Autor, illustriert mit ebenso skurrilen wie rätselhaften Darstellungen - und in einer Sprache geschrieben, die von den besten Kryptographen nicht entschlüsselt werden kann. Das Buch scheint in einem Phantasie-Alphabet geschrieben, und zeigt auf knapp 250 Seiten allerorts magisch anmutende Schriftzeichen und an Botanik und Heilkunde erinnernde Zeichnungen. Das Voynich-Manuskript fesselt seit seiner Entdeckung vor 100 Jahren Wissenschaftler und Okkultisten gleichermaßen.
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Vermutlich hat der Buchhändler und Antiquar Wilfried Voynich das Voynich-Manuskript 1912 in der Nähe von Rom entdeckt. Da hatte es schon einen langen Weg hinter sich: Etwa 200 Jahre nachdem das Pergament vermutlich hergestellt wurde, taucht ein bemaltes und geheimnisvolles Manuskript am kaiserlichen Hof in Prag auf. Es geht dort durch mehrere Hände und landet etwas später in Rom bei Athanasius Kircher. Und zusammen mit anderen Büchern kommt es irgendwann in das Jesuitenkloster, wo der Buchhändler Voynich es 1912 entdeckt.

Vera Pache ist fasziniert vom Voynich-Manuskript, weil es so alt ist und weil es so viele Hinweise gibt, was es damit auf sich haben könnte, aber trotzdem konnte das Rätsel bis jetzt nicht gelöst werden. Im Manuskript gibt es zum Beispiel eine Zeichnung einer Burg, die norditalienische Merkmale aufweist. Ein Hinweis darauf, dass das Manuskript aus dieser Gegend stammt? Möglicherweise.