Bäume tauschen Stoffe untereinander aus, wenn sie miteinander kommunizieren. Bei einem Waldspaziergang üben diese sogenannten Terpene eine heilende Wirkung auf unseren Körper aus.

Schon ein kurzer Waldspaziergang kann unsere Immunabwehr stärken. Der Autor Clemens Arvay, sagt im Interview, dass die Anzahl der weißen Blutkörperchen, der Killerzellen, steige, und das sie aktiver seien. Diese Zellen bekämpfen nicht nur körperfremde Viren, sondern auch körpereigene Krebszellen. Auch die drei wichtigsten Anti-Krebs-Proteine in unserem Körper nehmen zu. Clemens Arvay sagt, dass der Körper die Proteine nutze, um Tumorzellen zu vergiften.

"Pflanzen kommunizieren unter einander mit Terpenen, das sind chemische Substanzen. So kann man sich den Wald als einen großen, kommunizierenden Organismus vorstellen."
Eine Frau wirft Laub in die Luft
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Ob ein Waldspaziergang heilsam ist, konnte wissenschaftlich nicht eindeutig nachgewiesen werden, aber erfrischend ist er allemal.
"Das Faszinierende ist, dass auch unser Immunsystem ein kommunizierendes Sinnessystem ist. Das kann man sich wie eine Antenne vorstellen, mit der wir den Wald betreten."

Auch auf unser Herz-Kreislauf-System hat der Wald eine positive Wirkung. Untersuchungen haben gezeigt, dass auch das Hormon DHEA, Clemens Arvay nennt es die "Herz-Schutz-Substanz", vermehrt produziert wird. Dieses Hormon schützt uns vor koronaren Krankheiten und Gefäßerkrankungen, sagt der Autor. Die positiven Effekte, die der Wald auf unser Immunssystem hat, bezeichnet Clemes Arvay als "Biophilia Effekt" und hat ein gleichnamiges Buch veröffentlicht.

Trailer zum Buch Biophilia Effekt von Clemens Arvay