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In Breaking-News-Situationen will Google seinen Such-Ergebnissen künftig wohl Warnhinweise voranstellen. Als Zeichen dafür, dass sich die Lage entwickelt und die Informationen aktualisiert werden. Diese Funktion gibt es erstmal nur in den USA.

Der Internetkonzern Google testet in den USA eine Funktion, min der vor bestimmten Suchergebnissen gewarnt wird. Dabei geht es um solche Suchergebnisse, die laufend aktualisiert werden – beispielsweise in Breaking-News-Lagen.

Erste Eindrücke davon bekommen User*innen durch Screenshots bei Twitter zu einer Suchanfrage nach einer angeblichen Ufolandung in den USA. Auf den Bildern sind die Google-Treffer zu sehen, wobei ein Eintrag mit dem besagten Warnhinweis gekennzeichnet ist, berichtet Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter Andreas Noll..

"Hier handelt es sich um ein Ereignis, bei dem sich die Information sehr schnell ändern kann."
Andreas Noll, Deutschlandfunk Nova, zu einer neuen Funktion bei der Google-Suche
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Offenbar erscheint der Warnhinweis aber nicht bei jeder Suchanfrage, sondern nur bei sich laufend aktualisierenden Nachrichten, so Andreas Noll.

Algorithmen kennzeichnen Such-Treffer

Wie Google dabei vorgeht, ist nicht bekannt. Andreas Noll vermutet, dass Googles Algorithmen die Ergebnisse scannen und bei einem Verdacht kennzeichnen.

"Auf den ersten Blick würde man denken, das ist eine Aufgabe von Journalisten, einzuordnen, was zuverlässig und was unzuverlässig ist. Nach welchen Kriterien die Computerprogramme auswählen, ist für die Öffentlichkeit unbekannt."
Andreas Noll, Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter

Man kann davon ausgehen, dass die Einordnung der Quellen eine große Rolle spielt, sagt Andreas Noll. Daher werden Zeitungen und Nachrichtenseiten als besonders seriös eingeschätzt und entsprechend angezeigt.

Vieles ist bei der Funktion noch unklar

Vieles sei bei der Funktion noch unklar, berichtet Andreas Noll. Die Anzahl der Quellen spiele für die neue Kennzeichnung anscheinend keine Rolle. Auch nicht klar sei, wann sich ein Ereignis so weiterentwickelt hat, dass der Hinweis von einem Suchergebnis wieder weggenommen wird.

"Google lässt sich da leider nicht in die Karten blicken."
Andreas Noll, Deutschlandfunk-Nova-Netzreporter

Grundsätzlich findet Andreas Noll die neue Funktion in Ordnung, da sie dem Problem mit Fake News auf Social Media und in Suchmaschinen Rechnung trage. Die Sensibilisierung für das Thema findet Netzreporter Andreas Noll daher gut. Die Suchergebnisse werden ja auch nicht zensiert, argumentiert er.

Nach einer Testphase in den USA will Google die Warnhinweise zukünftig wohl auch in Europa einführen.