Der frühe Vogel fängt den Wurm? Morgenstund hat Gold im Mund? Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben? Leider alles wahr - das hat jetzt noch einmal eine Studie bestätigt.

Ihr müsst früh ins Bett, während eure Freunde noch um die Häuser ziehen wollen? Ätzend, aber zumindest ist es gesund. Das haben Forscher aus Südkorea jetzt noch einmal bestätigt. Und auch, wenn er einige Schwächen an der Studie ausgemacht hat, sagt auch der Schlafforscher Lennart Knaack: Der Mensch ist ein Tagtyp. Wer sehr spät ins Bett geht, hat Probleme mit der Schlafhygiene. Er lebt gegen seinen biologischen Rhythmus.

Ob ihr aber lieber ganz früh aufstehen solltet oder ob es auch klar geht, den Wecker etwas später zu stellen, ist allerdings von Schläfer zu Schläfer verschieden. Der Tipp von Lennart Knaack: den eigenen Schlafrhythmus studieren. Es geht darum, rauszufinden, wann man sich wohlfühlt. Problematisch wird es, wenn wir durch unseren Job gezwungen werden, nachts aufzustehen. Unser Gehirn und unser Hormonstatus sind nämlich in der Regel auf andere Zeiten getaktet. Die Folge: Wer nachts arbeiten muss, macht mehr Fehler.

Aufs Licht achten

Auch wenn man nicht vom Eulen zum Lerchentyp wechseln kann, könnt ihr doch einiges tun, wenn im Job auf einmal Nachschicht angesagt ist. Eine gute Idee: aufs Licht achten. Also das Zimmer abdunkeln, wenn ihr euch am Tag hinlegt und euch dann, wenn ihr aufstehen müsst, möglichst viel Licht aussetzen. Und auch die Ernährung spielt eine Rolle: Zwei Stunden, bevor ihr ins Bett geht, nichts Schweres mehr essen. Für Schichtarbeiter hat sich außerdem bewährt, mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

Und zum Schluss noch eine wichtige Nachricht kurz vorm Wochenende. Lennart Knaack rät dazu, auch Samstag und Sonntag den Schlafrhythmus beizubehalten. Euer Wecker hat also kein Wochenende.