Der Sommer ist stressig - ständig muss sich unser Körper an Regen, Sonne oder plötzliche Kälteeinbrüche anpassen. Und das kostet Energie, erklärt eine Medizinmeteorologin.

April oder August? Dieser Sommer ist irgendwie keiner. Die ersten Stimmen werden laut, die Auswirkungen auf ihren Biorhythmus spüren. Alles Einbildung? Oder ist da etwas dran? Grundsätzlich gilt: Dass sich viele von uns müde fühlen, kann viele Ursachen haben, erklärt Eva Wanka-Pail, Medizinmetereologin an der LMU München: ein gestörter Schlaf-wach-Rhythmus, das Wetter, zu viel vom Schlafhormon Melatonin.

"Die ständigen Wetterwechsel belasten den Organismus: Er muss sich ständig an etwas Neues anpassen, um den Normalzustand zu halten. Dafür braucht er Energie. Und deshalb sind wir müde."
Eva Wanka-Pail, Medizinmeteorologin an der LMU München

Eines ist aber klar: Dieser Sommer ist für unseren Körper besonders stressig. Unser Organismus wird ständig mit neuen Bedingungen konfrontiert - warmes Wetter, Wind, Regen. Und dabei ist er ständig bestrebt, sich anzupassen, weil er die Normalfunktion aufrechterhalten will, sagt Eva Wanka-Pail. Bei ständigem Wetterwechsel braucht unser Körper also viel Energie. Die Folge: Wir werden müde.

Die Empfehlung der Medizinmeteorologin: Am besten den Wetterwechseln anpassen. Also zum Beispiel mit wetterfester Kleidung einen Spaziergang bei Regen machen. Ansonsten hilft natürlich auch Abhärtung: Wer gesund ist, kann zum Beispiel Temperaturwechsel in der Sauna trainieren.