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Aus Nachrichten wird Propaganda, Medien bekommen eine patriotische Mission - mit gutem Geld. Seitdem die polnische rechtskonservative Regierung an der Macht ist, heißt es Staatsfunk statt freie Medien.

Vor einem Jahr gewann Andrzej Duda von der rechtskonservativen Partei PiS die polnische Präsidentenwahl. Im Herbst gewann die PiS auch die Parlamentswahl und regiert seitdem mit absoluter Mehrheit. Die polnische Regierung riss die Macht in den öffentlichen Medien blitzschnell an sich. Journalisten, die ihr nicht genehm sind, mussten scharenweise Radio und Fernsehen verlassen. Die wichtigsten Nachrichtenprogramme sind zu Propagandasendungen verkommen.

Bei den Zuschauern kommt das nicht an: Viele schalten jetzt lieber die privaten Sender ein, wie die Einschaltquoten zeigen. Für den großen Umbau der öffentlichen Medien lässt sich die PiS nun etwas mehr Zeit. Das Gesetz, das sie in Nationale Kulturinstitute umwandeln soll, liegt mittlerweile im Parlament. Es sieht eine patriotische Mission für die Medien vor - und eine solide Finanzierung. DRadio-Wissen-Korrespondent Florian Kellermann erklärt, wie sich das Mediensystem in den vergangenen Monaten in Polen verändert hat.

Talente von morgen gesucht

Wie in den letzten beiden Jahren suchen Daniel Fiene und Herr Pähler wieder die Talente von morgen. Wir suchen sechs junge Medienmacher, die Lust haben im Rahmen eines Crossmedia-Workshops die Tutzinger Radiotage 2016 zu begleiten. Mit dem Start dieser Sendung könnt ihr euch hier bewerben.

Die Tutzinger Radiotage 2016 finden im September auf Einladung der Bundeszentrale für politische Bildung statt. Mit-Organisatorin Inge Seibel wird berichten, welche Themen für das Treffen von Radiomachern aus ganz Deutschland geplant sind und was bei dem Crossmedia-Workshop für die sechs Talente passieren wird.