Die meisten von uns machen es so: Immer schön frisches Wasser in den Wasserkocher. Dabei ist das eigentlich unnötig.

Einen Wasserkocher hat wohl fast jeder von uns zu Hause. Und nicht ohne Grund: Ein Wasserkocher ist sehr effizient, wenn es darum geht, schnell mal Wasser zu erhitzen. "Wasserkocher setzen den elektrischen Strom, den man verbraucht, fast zu 100 Prozent in eine Erwärmung des Wassers um", sagt Rainer Stamminger, der zu Haushaltsgeräten forscht. 

Darum geht es mit dem Wasserkocher auch schneller, wenn wir heißes Wasser für Tee oder einen Kaffee brauchen, als auf dem Herd. 

Team Frischwasser vs. Team Aufkochen

Gut jeder zweite Deutsche kippt aber laut einer Umfrage das Restwasser aus dem Wasserkocher weg und füllt neues, frisches Wasser auf, um Wasser zu kochen: 53 Prozent der Befragten machen das laut dem SGS Institut Fresenius. Sie stören sich an Kalkablagerungen oder haben Angst vor Bakterien. Die anderen 47 Prozent benutzen das übrig gebliebene Wasser im Wasserkocher weiter - und kochen es bei Bedarf einfach noch mal auf.

Außerdem fürchten manche, dass sich Schadstoffe aus dem Wasserkocher lösen könnten: Bisphenol A etwa bei Kunststoffkochern oder Nickel bei Wasserkochern aus Metall. Diese Sorgen seien aber unbegründet.

"Nach allem was man bislang weiß, ist da nach Stunden oder auch nach einem Tag vom Wasser im Kocher nichts nachzuweisen."
Armin Himmelrath, Deutschlandfunk Nova

Rainer Stamminger sagt allerdings, dass wir Verbraucher an einem anderen Punkt noch besser werden können: Und zwar sollten wir immer nur so viel Wasser erhitzen, wie wir tatsächlich brauchen, um keine Energie zu verschwenden. Da sind allerdings auch die Hersteller in der Pflicht: Denn bei vielen Geräten darf man nicht weniger als einen halben Liter Wasser erhitzen - auch wenn wir eigentlich weniger aufkochen wollen.