Bei diesen Frühlingstemperaturen müssen wir schon selbst für Stimmung sorgen. Ein Weihnachtsbaum muss her! Wie wäre es in diesem Jahr mal mit einem aus Plastik? Nadelt nicht, lässt sich easy wieder verstauen und sieht auch im nächsten Jahr gut aus. Und die Ökobilanz? Gar nicht mal so gut...

Kurz vor Weihnachten noch einen kleinen Baum für die Wohnung kaufen ist der Horror. Die Auswahl ist mager und übrig bleiben nur die krummen, hässlichen Tannen und Fichten, die traurig neben den Wohnwagen der Verkäufer stehen. Daneben sehen die Plastiktannen richtig super aus! Sie sind satt grün, dicht benadelt und super grade. Manche haben sogar einen kleinen Überzug aus Kunstschnee. Und günstig sind sie auch. Also insgesamt super praktisch.

Ein Blick auf die Ökobilanz trübt die Freude dann allerdings ein wenig. Mindestens zehn Jahre muss das Plastikbäumchen wiederverwendet werden, damit sich die Ökobilanz zum echten Weihnachtsbaum ausgleicht. Manche Studien kommen sogar zu dem Ergebnis, dass es ganze 20 Jahre sind.

Schädliche Rohstoffe

Die schlechte Ökobilanz liegt vor allem an der Produktionsweise. Rohstoff für Plastik ist, klar, Erdöl. Und der Produktionsprozess selber, von der Gewinnung bis zur Verarbeitung, ist sehr energieintensiv. Dann stammen die meisten Plastiktannen aus China und Südostasien, haben also einen ordentilch langen Transportweg. Das alles schlägt sich auf die CO2-Bilanz nieder.

Echte Nadelbäume hingegen nehmen Stickstoff aus der Luft auf und verwandeln das zu Pflanzenmasse. Das macht ihre CO2 Bilanz natürlich bedeutend besser. Auf der Minusseite der echten Weihnachtsbäume stehen folgende Faktoren. Die Monokulturen, in denen die Weihnachtsbäume meist gezogen werden, haben Folgen.

Die Nadelbäume:

  • sind anfälliger für Krankheiten
  • brauchen mehr Einsatz von Pestiziden
  • brauchen mehr Einsatz von Dünger
  • haben ebenfalls längere Transportwege (z.B. Dänemark)

Kunstbaum vs. echter Baum - die Links