Sitzt ihr Weihnachten gerne unter einem schön geschmückten Baum? Falls ja, dann haben wir einen Tipp für euch. Denn manchmal können Zecken im Tannenbaum hängen und sich so heimlich in die Wohnung schmuggeln.

Aber es ist doch Winter! Stimmt. Aber Zecken können sich quasi klammheimlich in die Wohnung einschleichen - nämlich im Tannenbaum versteckt. Bei Temperaturen um die fünf Grad Celsius fallen Zecken in eine Art Winterstarre. Steigt die Temperatur auf etwa acht Grad, werden sie wieder aktiv. Das passiert, wenn der Baum in das heimelige Wohnzimmer kommt und die Zecke erwacht.

Die Zecken können vor allem in den unteren Zweigen des Baumes hängen. Genau da, wo ihr später unter dem Baum eure Geschenke sucht.

Nahaufnahme einer Zecke, die auf menschlicher Haut läuft. Daneben eine Pinzette.
© dpa
Man will sie weder auf dem Weihnachtsbaum, noch auf der Haut...

Aber ihr müsst jetzt nicht in Panik verfallen. Natürlich sitzt nicht in jedem Tannenbaum einer dieser Blutsauger. Und ihr könnt euch sehr einfach helfen: Nach dem Kauf des Weihnachtsbaumes parkt ihr den Baum erst einmal für ein paar Tage bei über acht Grad im Keller oder auf dem Balkon (wenn es draußen warm genug ist). Die Zecken, falls welche im Baum sind, werden wieder aktiv. Anschließend schüttelt ihr kräftig den Baum und die Zecken fallen runter.

Zecken können Krankheiten übertragen

Ihr braucht nicht auf einen Weihnachtsbaum zu verzichten, aber Vorsicht ist sinnvoll. In Deutschland ist vor allem der Gemeine Holzbock verbreitet. Ist diese Zeckenart mit Krankheitserregern infiziert, kann ein eigentlich harmloser Zeckenstich für den Menschen gefährlich werden.

Kommt doch ein Gemeiner Holzbock mit in die Wohnung, wird er kaum dauerhaft in der Wohnung überleben. Denn normalerweise ist es zu trocken für die Parasiten. Andere Zecken, wie die Taubenzecke, sind da schon resistenter. Die können es sich länger in der Wohnung gemütlich machen, sind aber nicht so gefährlich wie der Gemeine Holzbock.

Oder ihr überlegt euch kreative Alternativen zum Nadelbaum...