Wer ein Weihnachten mit dem Zug nach Hause fahren möchte, kann jetzt schon ein Ticket buchen. Wir haben ein paar Tipps, worauf ihr dabei achten solltet.

Jetzt schon ein Flugticket für Weihnachten zu buchen, davon rät unser Reporter Henri Sarafov ab. Denn, wie sich die allgemeine Situation in Bezug auf die Corona-Pandemie entwickelt, ist nicht absehbar.

"Wir haben im Moment eine durchschnittliche Auslastung von 40 Prozent im Fernverkehr. Das wird zu Weihnachten sicherlich noch höher sein, aber so, dass man problemlos im Zug fahren kann."
Achim Stauß, Pressesprecher der Deutschen Bahn

Möglicherweise steigt die Zahl der Infizierten bis dahin noch stärker an, was strengere Regelungen des öffentlichen Lebens und Kontaktverbote zur Folge haben könnte. Das könnte auch dazu führen, dass Flüge abgesagt werden.

"Vielleicht die verkehrsstarken Reisetage ein bisschen zu meiden, vielleicht auch statt des ICE den etwas langsameren Intercity zu benutzen. Oder in den frühen Morgenstunden oder am Abend zu fahren."
Achim Stauß, Pressesprecher der Deutschen Bahn

Wer an Weihnachten mit dem Zug nach Hause fahren möchte, kann zum einen darauf achten, Tickets zu kaufen, die zurückgegeben werden können. Unser Reporter Henri Sarafov hat ein Rechenbeispiel für eine Fahrt am 22. Dezember 2020 von Köln nach München durchgespielt:

  • Das günstigste Ticket für diese Strecke gibt es von der Deutschen Bahn zum "Supersparpreis". Das bedeutet: Es kostet nur 29,90 Euro kann aber nicht storniert oder umgetauscht werden.
  • Das Ticket zum "Sparpreis" kostet in diesem Beispiel knapp 36 Euro. Wer die Fahrkarte kurzfristig zurückgeben muss, erhält einen Gutschein im Wert des Tickets, von dem allerdings zehn Euro abgezogen werden. Ihr bekommt also knapp 26 Euro zurück.
  • Das reguläre Ticket kostet für die Strecke von Köln nach München am 22.12.2020 113 Euro. Diese Fahrkarte hat den Vorteil, dass sie bis einen Tag vor der Abreise ohne zusätzliche Kosten storniert werden kann.

Virologe rät zur Selbstquarantäne vor Weihnachten

Der Virologe Christian Drosten hat in einem Interview mit dem Tagesspiegel zu einer Vorquarantäne an Weihnachten geraten. Damit ist gemeint, dass wir uns etwa eine Woche vor dem Treffen mit der Familie in eine Art freiwillige Selbstquarantäne begeben, um andere Familienmitglieder während der Feiertage nicht anzustecken.

Wer beispielsweise aufgrund des Jobs nicht die Möglichkeit hat, weniger Kontakte zu anderen zu haben, könnte sich alternativ auch mit den Großeltern draußen treffen, weil die Infektionsgefahr dort geringer ist als in Innenräumen.

Wer noch vorsichtiger sein möchte, könnte die Weihnachtsgeschenke auch während eines Videocalls mit den Eltern oder Großeltern gemeinsam auspacken.