Wer eine Flugreise antritt, hat nicht nur Gepäck dabei. Behörden wie das Heimatschutzministerium der USA speichern Fluggastdaten - von der Flugnummer bis zur IP-Adresse - und das bis zu 15 Jahre lang.

Es ist ja schon ziemlich praktisch: Einen Flug oder eine Zugverbindung bucht man heute - natürlich - online. Samt Sitzplatzreservierung, Zusatzgepäck und Pipapo. Bezahlt wird das Ganze dann mit Kreditkarte und fertig. Aber die Daten, die man eingegeben hat, bleiben. Der Grünen-Politiker und Datenschutzaktivist Malte Spitz wollte wissen: Wo bleiben die Daten und wie lange und wer speichert das? In seinem Buch "Was macht ihr mit meinen Daten?", das heute erscheint, kann man nachlesen, was er rausgefunden hat. Unter anderem knöpft er sich die Fluggastdaten vor.

"Es werden nicht nur Name, Adresse oder Geburtsdatum gespeichert. Sondern auch Flugnummer, Flugtarif, die Namen der Mitreisenden, Kreditkartennummer, Mietwagendaten oder die IP-Adresse, von der du den Flug gebucht hast."
Martina Schulte, DRadio Wissen Netzreporterin

Was alles unter diese Daten fällt? Neben Name, Adresse und Geburtsdatum auch Flugnummer, Flugtarif, Name der Mitreisenden aber auch die Kreditkartennummer und die IP-Adresse, über die das Ticket gebucht wurde, erzählt unsere Netzreporterin Martina Schulte. Und all diese Daten werden bei einer US-Reise an die dortigen Behörden weitergereicht. Das Heimatschutzministerium speichert sie dann 15 Jahre lang. 2012 kamen so 80 Millionen Datensätze zusammen. Heiß auf diese Daten sind aber Russland und die EU.

Ein Blick in ein Flugzeug der brasilianischen Fluglinie Gol, aufgenommen am 12.12.2013 in der Nähe der brasilianischen Stadt Manaus.
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