Es sieht aus wie eine riesige Salatschüssel und ist einen halben Kilometer breit: Das Radioteleskop, das in China steht, ist ein Bauwerk mit gigantischen Ausmaßen und auch das weltweit größte Radioteleskop dieser Art.

Aus dem James-Bond-Film "Golden Eye" kennt man das Arecibo-Observatorium in Puerto Rico. Das ist auch ein Radioteleskop von immenser Größe, hat aber nur einen Durchmesser von 300 Metern. Das chinesische FAST-Observatorium, das gerade seine Testphase begonnen hat, bietet einen Durchmesser von 500 Metern und eine Tiefe von 140 Metern. Das Radioteleskop Effelsberg, das sich in der Eifel befindet, ist das stärkste in Europa. Im Vergleich zu den beiden anderen ist es mit 100 Metern Durchmesser eher klein.

Größtes Radioteleskop der Welt in China

Vor Baubeginn wurde nach einem natürlichen Krater gesucht, der als Standort für das chinesische Teleskop dienen könnte. Nach zehnjähriger Suche fand man ihn endlich in einer Bergregion der südwestlichen Provinz Guizhou, wo das Observatorium heute steht. Durch die Berge, die rundherum stehen, ist das Teleskop auch gegen störende Radiosignale geschützt.

Dreijährige Testphase

160 Millionen Euro wurden in den überdimensional großen Bau investiert. Die Größe spielt bei Radioteleskopen tatsächlich eine Rolle, denn es gilt: Je größer, desto empfindlicher. Die Aufgabe des Observatoriums wird sein, nach Pulsaren, also Sternleichen zu suchen. Aber es soll sich auch bei der Suche nach außerirdischem Leben für das SETI-Projekt beteiligen. Zu Beginn gibt es eine Testphase, die drei Jahre dauert. Erst danach beginnt die eigentliche wissenschaftliche Arbeit.