Endlich: der erste internationale Weltyogatag. Indien freut sich und übt schon einmal. Denn die Inder wollen den Yoga-Weltrekord knacken. Am meisten freut sich Premier Modi - die religiösen Minderheiten weniger.

Indien ist ja die Wiege des Yogas. Und Ministerpräsident Narendra Modi ist darauf sehr stolz. Er hat sich deshalb bei den Vereinten Nationen für einen internationalen Weltyogatag stark gemacht. Am Sonntag (21. Juni) ist es nun soweit.

In Indien wird schon einmal dafür geprobt. Am Sonntag sollen 45.000 Menschen in Delhi auf dem Rajpath Yoga praktizieren und den Weltrekord knacken. Die Betonung liegt auf sollen, sagt unser Indien-Korrespondent Peter Mücke. Denn das Ganze ist durchaus von der Regierung forciert.

Bei der Generalprobe heute (19. Juni) nahmen 35.000 handverlesene Yogis teil: Schüler, Soldaten und Beamte.

"45.000 sollen am Sonntag in Indien Yoga machen. Premier Modi mag solche Massen-Events. Die ganze Welt schaut zu, und er ist der große Vorturner."
Unser Indien-Korrespondent Peter Mücke

Narendra Modi ist Indiens Ministerpräsident und Parteichef der stramm hinduistischen BJP. Er setzt auf Tradition - auf Hindu-Traditionen. Dazu gehört auch Yoga: Für Modi ist das nicht nur Körpertraining, sondern liefert ihm auch religiöse Stärkung. Den religiösen Minderheiten in Indien stößt das ganze Yoga-Gehabe etwas auf: den Muslimen und auch den Christen. Die Opposition und teils die Medien sehen den Weltyogatag ebenfalls mit Skepsis und Ironie.

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