Die Stimmung im Haus Maria Frieden in Jüchen war auf dem Nullpunkt. Immer mehr Arbeit für immer weniger Mitarbeiter. Nicht etwa, weil es generell an Personal fehlte. Aber Überstunden und schlechte Arbeitsbedingungen führten immer häufiger zu Streit, Ausfällen und Krankmeldungen.

Eine Situation, die auch der Leiterin des Pflegedienstes, Beate Schmitz, nicht verborgen blieb. Doch was tun? Eine Mitarbeiterbefragung gab schließlich Auskunft. Neben den Überstunden kritisierten die Mitarbeiter auch die Organisation der Arbeitsabläufe. Außerdem gab es Vorschläge, wie den Pflegedienst-Mitarbeitern die Arbeit erleichtert werden konnte. Zum Beispiel mit Geräten, die dabei helfen, die Patienten aus dem Bett zu hieven.

Flexible Arbeitszeiten für bessere Stimmung

Mit Hilfe der Mitarbeiterbefragung hat die Pflegedienstleitung ein neues Konzept entwickelt, um die Arbeitsabläufe besser zu organisieren. Einer der Punkte: flexible Arbeitszeiten und Teilzeitschichten. Dadurch konnten zum Beispiel die Mitarbeiter entlastet werden, die morgens die Patienten für den Tag fertig machen. Statt drei Pflegern standen nun fünf zur Verfügung. Gerade das Teilzeitkonzept hat die Pflegedienstleitung um Beate Schmitz viel Überzeugungsarbeit gekostet. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen: zufriedenere Mitarbeiter, weniger Fehlzeiten und damit am Ende auch zufriedenere Patienten.