Bis August 2014 sind in Deutschland rund 80.000 Asylanträge gestellt worden. Viele dieser Anträge haben Flüchtlingen ausgefüllt, die dem syrischen Bürgerkrieg entkommen sind. So wie Maya Al Khechen. Sie hat zwar in Deutschland Abitur gemacht, wurde aber damals nur geduldet. Also ist sie zurück nach Syrien und hat sich dort ein Leben aufgebaut. Ein Leben, das am Ende so gefährlich für sie wurde, dass sie mit ihren beiden Söhnen fliehen musste - in einem Flüchtlingsboot.

Maya Al Khechen über ihre Flucht aus Syrien
"...und dann hab ich gedacht: egal - Augen zu und durch. Entweder kommen wir an oder wir sterben."

Mehr als 108.000 Flüchtlinge sind alleine 2014 über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Aber wer soll sich um diese Flüchtlinge kümmern?

Parallelgesellschaften und Kriminalität?

Nicht nur in Europa wird über die Zuständigkeit gestritten. Auch in Deutschland wird mit der Angst vor Massenzuwanderung Politik gemacht. Nils Altmieks ist Leiter der "Identitären Bewegung Deutschland". Der Bauingenieur glaubt, dass sich Deutschland mit der Masseneinwanderung vor allem Parallelgesellschaften ins Land holt und fürchtet zunehmende Kriminalität. Natürlich soll den Menschen geholfen werden, die in Not sind - aber eben nicht in Deutschland.

Kleine Geste, große Wirkung

Ganz anders sieht das Felix Korts. Seit einem Jahr engagiert er sich als Flüchtlingspate in München. Seine Haltung: Die Flüchtlinge, die jetzt in Deutschland wohnen, sind Teil der Gesellschaft. Und mit dieser Gesellschaft möchte Felix Korts seine Schützlinge in Kontakt bringen.

"Ich als Pate bin halt da als Brücke in die Bevölkerung."
Felix Korts über seine Flüchtlingspatenschaft

Bis Felix Korts rausgefunden hat, wie er helfen kann, musste er ein bisschen recherchieren. Dann entdeckt er über den Münchner Flüchtlingsrat die Möglichkeit, eine Patenschaft zu übernehmen. Als Pate hat er keine direkt zugewiesenen Aufgaben. Aber Felix Korts unternimmt viel mit seinen beiden Schützlingen. Sie kochen gemeinsam, spielen Schach oder erkunden die Stadt in der sie leben.

Flüchtlinge weltweit