Werbeblocker im Netz sind bekannt. Aber was, wenn ihr auch im Alltag blöde Logos und Werbung ausblenden könnt? Der Brand Killer macht es möglich. Thomas Reintjes hat sie getestet - die Skibrille mit Extras.

Jonathan Dubin und Freunde hatten die Idee zum "Brand Killer" in einem Computer-Bastelworkshop. Der US-Amerikaner ist 20 und Student der University of Pennsylvania. Im Netz kann man schon längst nervige Werbung ausblenden. Warum also nicht auch im echten Leben? In nur drei Tagen entwickelten sie einen Prototypen und zeigten diesen auf Youtube. Danach ging eine Welle durch das Netz.

Der Brand Killer ist eine Computerbrille ohne Computer. An einer Skibrille ist eine Webcam befestigt, vor der Brille sitzt ein kleiner Flachbildschirm. Das Ganze wird mit zwei Kabeln am Computer angeschlossen. Das eine Kabel schickt das von der Webcam aufgenommene Livebild an den Rechner. Über das zweite Kabel kommt das bearbeitete Videobild auf den Bildschirm. Bearbeitet heißt in dem Fall: alle Logos sind weg. Sie sind geblurred und damit nur noch verschwommen erkennbar.

"Die Leute müssen sich noch an die Idee von Augmented Reality gewöhnen. Wir glauben nicht, dass der Brand Killer jetzt schon umsetzbar ist. Aber das könnte sich in den nächsten zehn Jahren ändern."
Jonathan Dubin, einer der Erfinder von Brand Killer

Leider ist der Brand Killer ziemlich klobig. Aber er verspricht eine Kontrolle, die man als User im Netz schon längst hat. Nämlich Werbung auszublenden. Und man kann die Idee auch weiterspinnen: Was, wenn man sich Werbeflächen durch Kunststücke ersetzen lässt? Oder Coca-Cola zahlt, damit Pepsi aus der persönlichen real world verschwindet?