Auch genervt von Heftig.co, Upworthy und Buzzfeed mit ihren Gaga-Überschriften? Clickbait-Destroyer schaffen Abhilfe.

"Dieser Mann half einem obdachlosen Mädchen. Was er dafür bekam, ist das schönste Geschenk der Welt." Ein Machwerk von Heftig.co, Upworthy oder Buzzfeed und ihren Gaga-Überschriften, hinter denen sich oft nur heiße Luft verbirgt. Jetzt gibt es Menschen, die diesen zeitraubenden Prokrastinations-Schleudern den Kampf angesagt haben: die Clickbait-Destroyer.

Wie das funktioniert? Indem sie verraten, was sich hinter einer reißerischen Überschrift verbirgt, erklärt unsere Netzautorin Martina Schulte. Denn die Überschriften funktionieren immer nach dem gleichen Prinzip: Es geht darum, Spannung zu erzeugen und den User dazu zu bringen, auf den Link zu klicken, um die ganze Story zu lesen.

Spoilern, was das Zeug hält

So eine vielversprechende Überschrift nennt man Clickbait, also Klick-Köder. Und die Destroyer machen all das kaputt, indem sie einen Spoiler nach dem anderen raushauen. Damit angefangen hat @HuffpoSpoilers. Der Mann hinter dem Account: Alex Mizrahi, der wie viele andere auch dem Twitter Account der Huffpo folgte. Und er war einer der mehr als zwei Millionen Follower, der auf folgende Headline klickte "Who’s the richest celebrity?" Des Rätsels Lösung: "Es war Oprah!" Daraufhin startete er @HuffPoSpoilers und twitterte von da an HuffPo-Headlines. Vor die Headline schrieb er die Lösung - in diesem Fall "Oprah".

Ähnlich funktioniert auch @savedyoutaclick, von Jake Beckman, der alle großen englischsprachigen Medien aufs Korn nimmt, aber vor allem Buzzfeed. Beckmann hat über 65.000 Follower. Mittlerweile gibt es auch eine deutsche Variante: Erspartdenklick.