Bastian Blum ist Prepper. Er findet das, was er tut, ziemlich vernünftig. Jeder sollte Vorsorge treffen, sagt er.

Bastian ist Basic-Prepper. Seine Vorräte sind begrenzt. Für Monate oder Jahre sorgt er nicht vor. Bastians Ziel ist es, nach einer Katastrophe so lange zu überleben, bis staatliche Maßnahmen greifen. Mögliche Szenarien an seinem Wohnort sind Chemieunfälle oder Naturkatastrophen, sagt er. Darum hat er Maßnahmen getroffen.

Er hat haltbare Nahrungsmittel im Haus, Wasserfilter und Medikamente. Auch Ersatzstrom, Akkus und Kerzen lagert er. Und er hat sich Gedanken gemacht über mögliche Fluchtorte, falls er sein Haus verlassen muss. Ein Rucksack liegt für diesen Fall bereit.

"Letztendlich kann man sich nicht auf jede Gefahr vorbereiten."
Bastian Blum, Prepper

Im Notfall will er, dass seine Familie sicher und versorgt ist. Im Freundeskreis gehören viele ebenfalls der Prepper-Szene an. "Man kann nur in einer Gruppe stark sein", sagt Bastian. Im Angriffsfall könnte er sich mit Kampfsport verteidigen. Er glaubt aber, dass er keine Überfälle oder Einbrüche zu befürchten hätte.

Wie groß die Prepper-Szene in Deutschland ist, kann man übrigens nur schätzen. Einige Tausend werden es sein. Doch viele Prepper sind verschwiegen und erzählen keinem von den eigenen Vorräten oder den Fluchträumen im Keller.