Wie würden die entscheiden, die noch nicht wählen dürfen? Die U18-Wahl zeigt: Auch bei den Youngstern liegt die CDU vorne. Dennoch gibt es überraschende regionale Unterschiede.

Das vorläufige Endergebnis der U18-Wahl sieht so aus:

  • CDU: 28,3 Prozent
  • SPD: 19,8 Prozent
  • Bündnis 90/Die Grünen: 16,5 Prozent
  • Linke: 8,1 Prozent
  • AfD: 6,8 Prozent

Was soll das eigentlich?

Die Aktion soll dazu dienen, denen eine Stimme zu geben, die noch nicht wählen dürfen. Die Organisatoren finden, dass sich Politiker unbedingt auch für die politische Meinung der Jugendlichen interessieren sollten. Schließlich betreffen sie die politischen Entscheidungen von heute in ihrer Zukunft.

Beteiligt haben sich mehr als 215.000 Kinder und Jugendliche. Sie haben selbst etwa 1660 Wahllokale in Jugendvereinen oder Klassenräumen eingerichtet. Die ganze Aktion wurde von diversen Jugendorganisationen organisiert. Der Bundesjugendring koordiniert die Wahl und sammelt die Ergbenisse. 

Öko sein ist angesagt

Dass die Grünen bei der Jugend so gut abschneiden, deckt sich mit der Jugendforschung. Jugendliche finden es extrem wichtig, dass wir unsere Umwelt und das Klima schützen. Außerdem ist ihnen Gerechtigkeit wichtig. Und die scheinen sie eher bei den Grünen wiederzufinden. 

Regionale Unterschiede

Bundesweit lag jedoch die CDU vorne. Für Deutschlandfunk Nova-Reporterin Grit Eggerichs waren aber vor allem die regionalen Unterschiede spannend: In Sachsen und Thüringen lag die AfD jeweils bei knapp 16 Prozent. In manchen Wahlkreisen – Bautzen I zum Beispiel – sogar mit Abstand an erster Stelle. 

Shownotes
U 18-Wahl
So würden die Youngster wählen
vom 18. September 2017
Moderation: 
Steffi Orbach
Gesprächspartnerin: 
Grit Eggerichs, Deutschlandfunk Nova