Wie wir in Zukunft wohnen werden? Offener und mit besser integrierter Technologie. Was gleich bleibt? Vier Wände, Boden, Decken.

Irgendwann ist Schluss mit Studentenwohnheim. Irgendwann ist Schluss mit WG. Wir wollen ein Eigenheim und schauen uns Wohnungen an. Die wir dann mieten oder kaufen. Nur - was wir da in den Großstädten sehen, ist alles andere als modern und einladend.

Höchste Zeit, den alten Wohnungsbau zu überarbeiten. Da muss doch was zu machen sein - darüber sprechen wir mit Harry Gatterer, Zukunftsforscher und Experte für Bauen und Recycling am Zukunftsinstitut Frankfurt am Main.

"Bei der Errichtung eines Hauses wird die Vernichtung schon mitbedacht."
Harry Gatterer, Zukunftsforscher und Experte für Bauen und Recycling am Zukunftsinstitut Frankfurt am Main

Seine Thesen für das Wohnen der Zukunft: Die Basics bleiben gleich, vier Wände, Boden, Decken. Allerdings werden die Grundrisse offener, alles ein wenig flexibler. Klar ist für Harry Gatterer: Technologien spielen in Zukunft ein große Rolle, auch wenn sie vordergründig nicht mehr sichtbar sind. So könnte der Flatscreen wieder verschwinden, weil wir eh alle schon Dutzende Devices haben, auf denen wir Filme gucken können.

Stichwort Materialien, Energieeffizienz ist hier King: Architekten der Zukunft verbauen also Materialien so, dass das Haus auch wieder abgebaut werden kann. Eine naheliegende Entwicklung, wenn man bedenkt, dass bei einem modernen Gebäude auf 100 Quadratmeter Wohnfläche sieben Tonnen Stahl verbaut werden.