Es ist noch keine zwei Wochen her, da haben wir bei 20 Grad in der Sonne gebadet und dann das: Schnee. Mitten im Oktober. Bis in die Niederungen. Ja ist denn heut schon Weihnachten? Nicht ganz. Aber ungewöhnlich ist das schon.

Am Boden kalter Wind aus Osteuropa, in der Höhe ein Tief, das feuchte Luft vom Mittelmeer nach Mitteleuropa lenkt - das ist die Wetterlage, die letztendlich dazu führt, dass große Teile Deutschlands schon im Oktober die erste Runde Schnee abbekommen. Zuletzt gab es das 2002. Da war es der 13. Oktober. Betroffen war aber nur der Osten Deutschlands. Dass selbst die Mittelgebirge und schon so früh Schnee hatten, das gab es aber seit mindestens 30 Jahren nicht mehr.

Kurzer Wintereinbruch kein Omen

Der frühzeitige Kurzbesuch des Winters lässt allerdings noch keine Prognosen auf den kommenden Winter zu. In den letzten Tagen wurde mehrfach ein Wetterorakel aus Benediktbeuren zitiert, das einen "Jahrtausendwinter" prognostiziert. Alles Humbug, sagt Meteorologin Verena Leyendecker. Es sei schwer genug, das Wetter für die nächsten drei Tage vorherzusagen. Von einer Prognose für den kommenden Winter lässt sie lieber die Finger.