Wie stark schockt ein Zitteraal? Das wollte ein Biologe herausfinden. Das Ergebnis: stärker als ein Taser. Und das war nicht der einzige gefährliche Selbstversuch in der Geschichte der Wissenschaft.

Der Biologe Kenneth Catania von der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee wollte herausfinden, welche Stromstärke die Schocks eines Zitteraals haben. Catania hat es auf den Selbstversuch ankommen lassen und hielt seinen Arm in ein Aquarium.

Darin waren ein Strommessgerät und ein Zitteraal, der auch direkt angegriffen hat. Für Catania war es ein schmerzhaftes, aber nicht tödliches, Experiment. Die Stromstärke bei einem Aal-Angriff ist mit 40 bis 50 Milliampere stärker als die eines Tasers.

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Dem Tode etwas näher war der rumänische Mediziner Nicolas Minovici im Jahr 1905. Um zu verstehen, woran ein Mensch stirbt, der erhängt wird, hat er sich die Schlinge um seinen eignen Hals gelegt. 25 Sekunden hat Minovici ausgehalten, bis er bewusstlos wurde. Am Ende stand die Erkenntnis, dass der Tod durch den Sauerstoffmangel im Gehirn eintritt.

Bakterien-Drink

Der australische Mediziner Barry Marshall wollte beweisen, dass nicht nur Stress und falsche Ernährung Magengeschwüre verursachen können, sondern auch Erreger. 1984 trank er Bakterien, die er einem Magenkranken entnommen hatte. Kurze Zeit später bekam er eine Gastritis, die er mit Antibiotika heilte. Dafür bekam er den Nobelpreis für Medizin, denn er hatte die Helicobacter-pylori-Bakterien entdeckt. 

Mit der Rakete durch die Wüste

Der amerikanische Militärarzt John Paul Stapp hat zu Unfällen in der Luftfahrt geforscht. 1947 baute er einen Schlitten, der auf Schienen durch die Wüste schoss. Der Schlitten wurde mit einem Raketenantrieb auf 1000 Kilometer pro Stunde beschleunigt und dann gebremst.

Stapp war selbst als Testperson an Bord. Er hat sich Knochen gebrochen, Prellungen geholt und wäre fast erblindet. Mit seinen Forschungsergebnissen konnten später aber bessere Schleudersitze und Sicherheitsgurte entwickelt werden.