Nicht nur Kinder sammeln kleine Bilder mit ihren Idolen und kleben sie ins WM-Album, dasselbe tun nicht wenige Erwachsene. Sogar der Rasen ist ihnen heilig.

Auf der siebten sporthistorischen Konferenz an der Schwabenakademie Irsee haben Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen einen Blick auf das Religiöse in dieser Sportart geworfen. Wir schauen mit ihnen auf die Diplomarbeit des Religionswissenschaftlers Georg Zippenpfennig, der diesem Phänomen wissenschaftlich auf den Grund gegangen ist. Er hat Fans für seine Arbeit befragt und die Ergebnisse ausgewertet. Auch Hans-Jürgen Bartsch, Hörsaal-Redakteur und Vereinsmitglied von Borussia Dortmund, hat ein Experiment gemacht. Er stellte einer Gruppe BVB-Fans dieselben Fragen wie Zippenpfennig den Anhängern von Austria und Rapid Wien.

"Das so bezeichnete Wunderteam ist sehr schnell zu einem Mythos hochstilisiert worden und gleichzeitig war es ein hochgradiges Krisenphänomen."
Walter Iber, Historiker

In einem anderen Vortrag befasst sich der Historiker Walter Iber aus Graz mit einer Nationalmannschaft, die 2014 mit Sicherheit nicht Weltmeister werden wird: der österreichischen. Sein Thema: "Helden auf Grün - Götter auf Weiß: Warum in Österreich der Schisport dem Fußball den Rang ablief".

"Mein Alltag ist komplett auf Fußball abgestimmt. Also in der Woche Training und alle meine Wochenenden sind reserviert und Familienfeste müssen so geplant sein, dass ich erst da auftauche, wenn das Spiel vorbei ist."
Dominik Kukula, Fußball-Fan

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