Ein Mann raucht in seiner Wohnung und der Qualm zieht ins Treppenhaus. Die Nachbarn fühlen sich gestört. Darf der Mann in seiner Wohnung rauchen? Ja, er darf, hat der Bundesgerichtshof entschieden. Was Mieter dürfen und was nicht.

Grundsätzlich gilt: Der Vermieter ist immer der erste Ansprechpartner, wenn es Probleme mit den Nachbarn gibt. Das gilt aber nur, wenn man den Vermieter zu dem Zeitpunkt auch erreichen kann. Ansonsten kann man natürlich auch Zettel im Flur aufhängen. Ein Best-Of hat die Buzzfeed-Redaktion hier zusammengestellt.

Nachbarn, die gerne Party machen

Die Nachbarn feiern, es wummert und ständig laufen irgendwelche Menschen kichernd durchs Treppenhaus. Bevor wir da als Nachbarn direkt die Polizei rufen, sollten wir lieber selbst bei ihnen klingeln und um Ruhe bitten. Wenn die sich nicht daran halten, ist es ok die Polizei zu rufen.

"Wer gnadenlos laut feiert und keine Rücksicht auf die Nachbarn nimmt, der muss damit rechnen, dass die ab 24 Uhr die Polizei anrufen. Die kommt und sprengt die Fete."
Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund

Lärmende Kinder

Bei Babylärm gilt eine erweiterte Toleranzgrenze, das bedeutet, Nachbarn müssen das Geschrei kleiner Kinder einfach aushalten. Schließlich kann man Babys keine Ruhezeiten beibringen. Anders ist das bei Kleinkindern, die zum Beispiel in der Wohnung Ball spielen.

"Je älter die Kinder, desto mehr Einsicht kann man von ihnen fordern. Und desto mehr müssen die Eltern darauf einwirken, dass kein unnötiger Lärm entsteht."
Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund

In Sachen Musikinstrumente hat der Bundesgerichtshof sogar schon einmal ein Grundsatzurteil gefällt: Man darf nur maximal zwei Stunden am Tag in der Wohnung Blockflöte üben.

Der Hausflur

Grundsätzlich gilt: Die Wohnung hört an der Wohnungstür auf. Das heißt, Fahrräder haben im Hausflur nix zu suchen. Anders ist das mit Kinderwagen.

"Wenn es keinen Aufzug im Haus gibt, mit dem der Mieter den Kellerraum oder seine Wohnung erreichen kann, ist er darauf angewiesen, im Hausflur den Kinderwagen zu parken."
Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund