Wolf

Die armen Schäfchen

Wölfe verbreiten sich in Deutschland. Während die einen sich freuen, ist die Begeisterung bei den Schafzüchtern gedämpft. Sie überlegen, wie sie ihre Herden vor dem Wolf schützen. Das funktioniert mithilfe von Elektrozäunen - oder Herdenschutzhunden, sagt die Schäferin Ortrun Humpert.

Nordrhein-Westfalen ist voll - mit Menschen - das am dichtesten besiedelte Bundesland in Deutschland. Und jetzt kommen möglicherweise auch noch die Wölfe nach Nordrhein-Westfalen. Es sei sehr wahrscheinlich, dass sich Schäfer und Wölfe bald Reviere teilen müssen, sagt die Schäferin Ortrun Humpert.

"Wir Schäfer sind Garanten für Vielfalt in der Natur. Da können wir nicht bestimmte Teil der Natur ausblenden - auch nicht den Wolf."

Wolf frisst Schaf - leider

Sie kennt diese Gebiete, es sind genau die Gegenden, die sie gerne mit ihrer Schafsherde aufsucht. Eigentlich hat sie nichts dagegen, das Gebiet mit dem Wolf zu teilen. "Der Wolf hat nur den Nachteil, dass er Schafe frisst", sagt Ortrun Humpert. Schäfer müssten entschädigt werden, für Schafe und Lämmer, die der Wolf gerissen hat.

Die Schäfchen ins Trockene bringen

Aufgabe der Schäfer sei es, ihre Herden vor Wolfsangriffen zu schützen: mit Elektrozäunen oder Herdenschutzhunden. Letztere könnten allerdings zur Gefahr für Spaziergänger, Mountainbiker oder Quadfahrer werden. Denn Herdenschutzhunde greifen alles an, was sie als Gefahr für ihre Herde wahrnehmen - auch Menschen. Darum sind sie für dicht besiedelte Gegenden in NRW weniger geeignet.