Ein kleines Mädchen aus Florida braucht dringend Spenderblut. Weltweit wird gesucht, denn ihre Blutgruppe ist äußerst selten. Wir erklären, warum die Suche so schwierig ist und warum es nicht nur auf die vier Blutgruppen ankommt, die wir aus der Schule kennen.

Zainab ist zwei Jahre alt, hat pakistanische Wurzeln, lebt in Florida und hat Krebs. Für die Behandlung braucht sie regelmäßige Blutspenden – und zwar aus den Blutgruppen Null oder A.

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Was aber viel wichtiger ist: Auf den roten Blutkörperchen der Spender darf nicht das Antigen India B sein. Und das ist nur bei ganz wenigen Menschen der Fall, sagt unsere Reporterin Verena von Keitz. Nur Blut von Menschen mit 100 Prozent indischer, iranischer oder pakistanischer Abstammung kann dieses Antigen tragen.

Mehr als nur A, B, AB und Null

In der Schule haben wir gelernt, dass es die vier Blutgruppen A, B, AB und Null gibt. Je nach Gruppe sitzen auf den roten Blutkörperchen bestimmte Antigen-Strukturen, erklärt Verena von Keitz:

"Je nachdem, welche Gruppe du hast, sitzen auf deinen roten Blutkörperchen bestimmte Strukturen - nämlich das Antigen A oder das Antigen B oder beide, bei AB, oder keins, bei Null."
Verena von Keitz, Deutschlandfunk Nova

Die Antikörper, die der Körper selbst nicht hat, attackiert er mit den eigenen Antikörpern - zum Beispiel, wenn sie bei einer Bluttransfusion in den Körper gelangen. Allerdings sind die Antigene A und B bei weitem nicht die einzigen Strukturen auf den roten Blutkörperchen. "Es gibt da noch viel mehr", sagt unsere Reporterin. Da ist zum Beispiel der Rhesusfaktor, den wir aus dem Biologieunterricht kennen. Es gibt aber noch über 20 weitere Gebilde, die auf der Oberfläche der roten Blutkörperchen sitzen. Und von denen gibt es wiederum unterschiedliche Varianten.

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Amerikanische Medien berichten, bisher seien drei passende Spender für das kleine Mädchen gefunden. Da sie bei der Behandlung ihrer Krebserkrankung noch über einen längeren Zeitraum Transfusionen erhalten muss, suchen die Ärzte nach weiteren Spendern.

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